Politik in Bayern – CSU – die Partei für Babybrei

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Näher am Menschen als die CSU? Das geht kaum. Besonders Familien haben ein leichtes Leben in Bayern – jetzt auch mit drei richtig praktischen Smartphone-Apps.

Nadeschda Scharfenberg, Jahrgang 1978, geboren und aufgewachsen in der schönsten Stadt Deutschlands: Freiburg im Breisgau. Verbrachte in ihrer Jugend viel Zeit auf der Tribüne des SC Freiburg und beschloss mit 14 Jahren, Sportjournalistin zu werden. Studium an der LMU München (Kommunikationswissenschaft, Medienrecht, Slawistik), Praktika bei der Badischen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung, natürlich jeweils in der Sportredaktion. Stellte im SZ-Volontariat fest, dass es außer Sport noch viele andere spannende Ressorts gibt. Seit 2004 Redakteurin, erst in der Nachrichtenredaktion und in der Innenpolitik, seit 2009 als Chefin vom Dienst/Teamleiterin in der Bayernredaktion.

Als Alleinregierungspartei hat es die CSU leicht, ihrem selbst auferlegten Werbespruch “Näher am Menschen” vollumfänglich gerecht zu werden. Kein Koalitionspartner, mit dem man sich rumschlagen muss, und drei Oppositionsparteien, die sich gegenseitig auf Trab halten. Da bleibt der Menschenfreundepartei CSU schier unendlich viel Zeit, sich um das ganz normale Leben draußen im Lande zu kümmern. Eine Partei, die sich derart um das Wohl der Bürger sorgt – wo gibt es das sonst auf der Welt?

Besonders die Familien haben ein leichtes Leben im Freistaat. Neben dem Betreuungsgeld garantiert die CSU weitere Leistungen für ein sorgenfreies Dasein. Den besten Service bietet Gesundheitsministerin Melanie Huml, als Mutter zweier kleiner Buben die Expertin schlechthin für alles, was Windeln trägt oder ein Pausenbrot braucht. Dank der wertvollen Ratschläge der Ministerin wissen Bayerns Eltern, wie sie ihren Nachwuchs vor Sonnenbrand schützen (“Sonnencreme gründlich auftragen”) oder wie sie die Kleinen richtig füttern (“nicht zu fett oder zu süß essen”).


CSU Lebenshilfe aus dem Ministerium


Lebenshilfe aus dem Ministerium

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Glosse

Huml ist in Sachen Lebenspraxis einsame Spitze in der CSU, doch die Männer wollen das Themenfeld anscheinend nicht länger nur den Frauen überlassen: Sie haben zur Aufholjagd angesetzt. Der Abgeordnete Gerhard Waschler zum Beispiel hat neulich im Landtag höchstpersönlich schulterzuckend demonstriert, wie “bewegtes Sitzen” funktioniert – ein probates Mittel, um eingerostete Schüler trotz fehlender Sportstunden körperlich in Topform zu bringen.

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Und jetzt legt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner nach: Er hat drei Smartphone-Apps entwickeln lassen, mit denen gesunde Ernährung vom Embryonalstadium bis zur Vorpubertät ein Kinderspiel wird. “SchwangerEssen”, “BabyEssen”, “KindEssen” heißen sie. Besonderes Highlight: der “Breikalkulator”, mit dem Eltern Rezepte zusammenstellen können.

Aus dem Hause Brunner hätte man jetzt eher eine Garten-App mit Abfallbeseitigungskalkulator erwartet. Aber gut, vielleicht ist es genau die richtige Zeit für einen Kompetenzwechsel. Minister für Kartoffel-Karotten-Matsch – näher am Menschen geht’s kaum.

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