Düsseldorf (RPO). Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Arsenal und Bayern München (1:3) konnten nur die Kunden des Pay-TV-Senders Sky in kompletter Länge sehen – das Tor des deutschen Nationalspielers Lukas Podokski zum zwischenzeitlichen 1:2 aus Sicht der Londoner kam aber live im Free-TV.
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Sky hatte beim Achtelfinal-Hinspiel des deutschen Rekordmeisters in der englischen Hauptstadt mit einer neuen Art von Werbung für Aufsehen gesorgt. In den Werbeblöcken auf ProSieben, Sat.1, Kabel eins und Sport1 zeigte Sky eine 40-sekündige Werbung mit Live-Bildern des Spiels. Als ProSieben um kurz vor 22 Uhr die Serie “Big Bang Theory” unterbrach, lief das Tor von Podolski live über die Bildschirme. Eine gelungene Aktion – und ein toller Zufall für alle, die das Spiel nicht live sehen konnten.
Bei den anderen 40-sekündigen Live-Sequenzen aus dem Emirates-Stadion in London hatten die Werbe-Zuschauer nicht so viel Glück. Bei der ersten Unterbrechung von ProSieben stand es bereits 1:0 für die Bayern. Aber: Immerhin wurde der Münchner Führungstreffer durch Toni Kroos in der Wiederholung gezeigt.
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CL 12/13, Achtelfinal-Hinspiele: Pressestimmen
Podolski trotz Tor gefrustet
Für Podolski selbst war das Wiedersehen mit den Bayern trotz seines Kopfballtreffers nicht besonders erfreulich. Die Machtdemonstration des deutschen Rekordmeisters verhagelte auch der rheinischen Frohnatur gehörig die Laune. “Wenn man im Pokal rausfliegt und dann in der Champions League verliert, dann ist da immer eine negative Stimmung”, sagte der 27 Jahre alte Nationalspieler. Nach dem 1:3 gegen die Bayern stecken die Londoner in der Krise.
In der Meisterschaft liegen die “Gunners” 21 Punkte hinter Tabellenführer Manchester United auf Platz fünf, in den beiden nationalen Pokalwettbewerb ist das Team von Trainer Arsene Wenger bereits ausgeschieden – die achte titellose Saison wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Realität werden.
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“Wir kassieren blöde und einfache Gegentore, das darf uns nicht passieren”, sagte Podolski. Zwar flüchtet er sich wie seine Mitspieler in Zweckoptimismus (“Wir glauben noch an unsere Chance”), doch realistisch betrachtet dürfte der Kampf um die direkte Qualifikation für die Königsklasse im kommenden Jahr Arsenals letztes großes Saisonziel werden.
An Podolski liegt es allerdings nicht, dass der 13-malige englische Meister wieder einmal hinter den hohen eigenen Zielen zurückliegt und selbst Langzeit-Trainer Wenger schon längst nicht mehr als unantastbar gilt. Gegen die Bayern war “Poldi” wieder einmal gewohnt effektiv.

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Mit seinem vierten Schuss in der Königsklasse überhaupt erzielte er sein viertes Tor. Zudem traf er bisher achtmal in der Liga und gab insgesamt zehn Vorlagen. “Er war wie alle guten Stürmer. Als er die Chance bekam, hat er sie genutzt und Arsenal wieder ins Spiel zurückgebracht”, kommentierte das Boulevard-Blatt “The Sun”.
“Ich fühle mich hier wohl”
“Ich fühle mich hier wohl”, betont Podolski ohnehin immer wieder. Der Stürmer ist auf dem besten Weg, auch bei Arsenal zum Publikumsliebling zu werden. Die Fans mögen seine Zielstrebigkeit auf dem Platz genauso wie seine unkomplizierte und bescheidene Art außerhalb des Rasens. Im Oktober sammelte Podolski Sympathiepunkte, als er wie jeder Londoner mit dem Bus fuhr. “Lukas hat den richtigen Schritt gemacht”, glaubt auch Bastian Schweinsteiger, seit langem mit dem Nationalmannschaftskollegen befreundet.
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Noch lange nach dem Abpfiff standen “Poldi” und “Schweini” im Mittelkreis herum und diskutierten. Bestimmt auch über Podolskis Treffer, bei dem er sich gegen Schweinsteiger durchgesetzt hatte. “Er ist ja ein Kumpel von mir, von daher geht das schon in Ordnung”, sagte Bayerns Mittelfeldspieler. Wohl wissend, dass der Vorsprung für das Rückspiel trotzdem mehr als komfortabel ist.
Trotz des drohenden Aus in der Königsklasse bereut Podolski seinen Abschied aus Köln bisher nicht. “Ich wusste immer, dass ich die Qualität besitze, mich hier oder auch woanders durchzusetzen. Ich bin auf und außerhalb des Platzes total zufrieden”, sagte er zuletzt. Nur mit dem Bayern-Spiel nicht.
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