Hof/Mödlareuth Festakt und Denkmal für Kohl

In einem winzigen Dorf in Bayern steht nun ein Denkmal, das an die Verdienste Helmut Kohls um die deutsche Einheit erinnert. Gestern war Kohl selbst zur Einweihung da. Er sei “stolz auf sein Volk”, sagte er.

Autor: EPD/DPA | 22.05.2013

Helmut Kohl in Mdlareuth. Es ist einer der wenigen Auftritte des Altkanzlers in der ffentlichkeit. Foto: dpa

Der Freistaat Bayern hat gestern mit einem Festakt die Verdienste des frheren Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) um die deutsche Wiedervereinigung gewrdigt. Der 83 Jahre alte Kohl nahm in Begleitung seiner zweiten Ehefrau Maike Kohl-Richter an der Feierstunde in der Freiheitshalle in Hof teil. Am Ende der Veranstaltung ergriff Kohl selbst das Wort.

Dabei hob der langjhrige Regierungschef die historische Bedeutung der deutschen Wiedervereinigung hervor. “Das gibt es kein zweites Mal in der Weltgeschichte”, sagte er. “Es ist nicht alles Gold, was glnzt”, rumte er ein. “Nicht alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir erreicht.” Dennoch sei in den Jahren 1989 und 1990 ein Traum wahr geworden: “Ich bin stolz auf unser Volk.” Der im Rollstuhl sitzende Kohl, der 16 Jahre lang Bundeskanzler war, spricht nur noch zu sehr seltenen Anlssen ffentlich. Seit einem Sturz tut er sich schwer mit der Artikulation. Seine Ansprache wrdigten die rund 500 geladenen Gste mit stehendem Applaus.

Als Festredner wrdigte der Ministerprsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), den ehemaligen Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden. Helmut Kohl sei der “Schrittmacher und Schrittzhler” im Prozess der deutschen Wiedervereinigung gewesen, fr die es kein Vorbild gegeben habe.

Tillich sagte, das geflgelte Wort der “blhenden Landschaften” sei nicht nur in neuen Straen oder neu erschlossenen Gewerbegebieten verwirklicht worden, sondern bedeute darber hinaus auch, dass ein “Teil eines Volkes auf einen Teil seines Wohlstands verzichtet, um Solidaritt mit einem anderen Teil seines Volkes zu ben”.

Im Anschluss an den Festakt wurde auf dem Gelnde des Deutsch-Deutschen Museums in dem nahe gelegenen Dorf Mdlareuth eine Gedenktafel enthllt. Vor der Wiedervereinigung verlief mitten durch den winzigen Weiler an der Grenze zu Thringen, in dem etwa 50 Menschen leben, 41 Jahre lang die undurchlssige innerdeutsche Grenze.

Bayerns Ministerprsident Horst Seehofer (CSU) wrdigte Kohl als “Vater und Architekt der deutschen Einheit”. Kohl habe die Menschen einer geteilten Nation wieder zueinander gebracht. Bayern sei ber viele Jahrzehnte das Bundesland mit der lngsten Grenze zum Eisernen Vorhang gewesen. Deshalb gebe es “keinen besseren Ort als Mdlareuth”, um Kohls Verdiensten fr die Menschen in Deutschland und in Bayern ein Denkmal zu setzen.

Das Denkmal in Mdlareuth wurde von dem Knstler Oswald Senoner, Bildhauer bei der Bayerischen Schlsserverwaltung, gestaltet. Es handelt sich um eine Betonstele, durch die ein Riss als Symbol fr die deutsche Teilung geht. Eine Inschrift auf einer Bronzetafel erinnert an die Verdienste Helmut Kohls um die deutsche Wiedervereinigung.

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