Wie ein Sprecher der Organisation am Donnerstagvormittag in Berchtesgaden sagte, hatten die Helfer mit dem 52-Jährigen in der Nacht noch einmal eine mehrstündige Pause eingelegt.
Ursprünglich war ihre Ankunft an der Oberfläche für die Nacht oder den Donnerstagmorgen erwartet worden. Transporttrupps mit dem Verunglückten sind bereits seit fast sechs Tagen unterwegs. Die letzte Passage besteht aus mehreren senkrecht aufragenden Schächten, durch die der Verletzte nach oben gezogen werden muss. Der längste von ihnen ist laut Bergwacht 180 Meter hoch.
Ärzteteam wartet am Höhlenausgang
Am Höhlenausgang am Untersberg in 1.800 Metern Höhe bereiteten sich die Retter auf die Ankunft des Patienten vor. Ärzte und Hubschrauber standen bereit.
Nicht ganz klar war, wo das internationale Retterteam mit Westhauser die Pause einlegte und ob sie die 180 Meter hohe Senkrechte bereits überwunden hatten. Der Patient, der seit sechs Tagen in einer Trage liegt, sollte dort frei schwebend hochgezogen werden. Anschließend stand dem Trupp noch ein enger, verwinkelter Schacht bevor.
Untersberg: Biwak 1 ausgelassen
Am Mittwoch waren die Retter besser vorangekommen als erwartet. Westhauser sei gesundheitlich weiterhin stabil, sagte der Sprecher. Die Retter ließen daher das Biwak 1 aus.
Der 52-jährige Westhauser hatte am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in 1.000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit vergangenem Freitag wird der Forscher, der die Riesending-Höhle bei Berchtesgaden seit Jahren erkundet hatte, von einem internationalen Rettungsteam mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und Kroatien aus der Höhle transportiert. Der Einsatz ist wegen der widrigen Verhältnisse in der Höhle sehr komplex. Die Riesending-Schachthöhle ist die tiefste und längste Höhle Deutschlands. (APA)
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