Uli Hoeneß zur Lewandowski-Debatte "Wir haben doch drei Stürmer"

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Während ein Berater von Robert Lewandowski pünktlich zum Pokalduell erkennen lässt, dass der Dortmunder Stürmer gerne wechseln würde, will sich der FC Bayern nicht drängen lassen. Präsident Uli Hoeneß reagiert genervt. Es deutet sich ein zäher Poker an.

Für Uli Hoeneß ist klar, weshalb das Thema nun wieder auf der Agenda erscheint. “Weil wir halt gegen Dortmund spielen, und Sie werden sehen: Wenn wir Anfang Mai in der Liga wieder gegen die spielen, geht das wieder los.” Hoeneß verachtet bekanntermaßen die Mechanismen der modernen Kommunikationsgesellschaft, in der halbgare Nachrichten möglichst in Echtzeit durch die Medienkanäle gejagt werden; da hält er es mit Trainer Jupp Heynckes, der neulich anlässlich der Spekulationen über die Fortsetzung seiner Karriere achselzuckend konstatierte, es werde eben “jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben”.

Im Falle des Zweibeiners Robert Lewandowski verhält es sich allerdings so, dass Hoeneß’ FC Bayern nicht ganz unschuldig ist an den enervierenden Endlosdebatten über einen möglichen Wechsel des Dortmunder Stürmers nach München. Denn zum einen ist die bayerische Wertschätzung für den 24-Jährigen verbrieft, zum anderen haben die Münchner ein Interesse am polnischen Nationalspieler nie dementiert. Solch beredtes Schweigen ging schon manchem ihrer Transfers voraus.

Am Montag indes unternimmt der Präsident noch einmal einen Versuch, die Sache vor dem Pokal-Viertelfinale der Bayern am Mittwoch gegen Dortmund zu beruhigen. Das, was da nun wieder zu Lewandowski vermeldet werde, sagt Hoeneß, “das ist doch nichts Neues, das sagen die Dortmunder doch schon seit Wochen, dass sie glauben, ihn nicht halten zu können.” In München gebe es trotzdem keinen neuen Stand, versichert der Präsident. “Wir haben doch drei Stürmer”, sagt er – “und wir haben drei gute Stürmer.” Er meint Mandzukic, Gomez und Pizarro.

Es ist offensichtlich, dass die Münchner ihre Ruhe haben wollen in diesen Wochen, in denen ihnen alles gelingt und sich das Binnenklima fast unheimlich harmonisch darstellt. Daran wird auch ein gewisser Cezary Kucharski nichts ändern, Lewandowskis profilsüchtiger Berater, der nun im polnischen Fernsehen mehr als deutlich Lewandowskis Abschied aus Dortmund annoncierte.

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“Wer Roberts Karriere verfolgt hat, wird wissen, dass er in keinem Verein länger als zwei Jahre gespielt hat. In Dortmund spielt er bereits in seiner dritten Saison. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird wissen, was das bedeutet”, wird der Mann zitiert. “Robert hat seine Entscheidung getroffen. Er allein bestimmt den Zeitpunkt, wann er sie verkündet.”

Dass Lewandowskis Entscheidung lautet, die Borussia in diesem Sommer, also ein Jahr vor Vertragsende, verlassen zu wollen, das wissen die Dortmunder aber längst. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Manager Michael Zorc und auch Kapitän Sebastian Kehl hatten diese Tendenz zuletzt offen geäußert. Watzke bekräftigte aber zugleich, man müsse Lewandowski aus finanziellen Gründen nicht ziehen lassen. Und wenn die Bayern Interesse hätten, müssten sie sich halt melden. Der BVB will Lewandowski im Sommer durchaus loswerden, das schon. Aber eher nicht zu den Bayern. Wir sitzen am längeren Hebel! – das war bisher Dortmunds Meinung.

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