Typisch bayerisch: Wachtveitls neue Rolle

Die zwei Kampfhähne Freddy (Gerd Anthoff, links) und Max (Udo Wachtveitl) bei ihrer Lieblingsbeschäftigung – dem Streiten.  Foto: BR/Barbara Bauriedl

Die zwei Kampfhähne Freddy (Gerd Anthoff, links) und Max (Udo Wachtveitl) bei ihrer Lieblingsbeschäftigung – dem Streiten. Foto: BR/Barbara Bauriedl

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Von Katia Meyer-tien

München. Es gibt Dinge, die sind in Bayern anders als in anderen Teilen der Republik. Das Fernsehen, zum Beispiel. Da gibt es einen Tatort, in dem seit 23 Jahren die selben Kommissare ermitteln. Grundsolide, ohne Neurosen, ohne private Eskapaden oder Gewaltexzesse. Und es gibt Fernsehserien, die heimatverbunden, typisch bayerisch und dennoch unterhaltsam und frei von Stereotypen sind.

„Im Schleudergang“ ist so eine Serie. Es geht, kurz gesagt, um eine Wäscherei. Um deren Besitzerin und die Menschen um sie herum, mit all ihren großen und kleinen Katastrophen. Um nichts anderes. Das hätte das Potenzial, gründlich schief zu gehen. Und doch kam die erste Staffel im vergangenen Jahr so gut an, dass die Serie ab Freitag in die zweite Runde geht.

Wunderbare Figuren

Mit dabei ist wieder Udo Wachtveitl, der als Münchner Tatort-Kommissar zur festen Institution dieses bayerischen Fernsehens geworden ist. Und wie kaum ein anderer für den Anspruch steht, dem dieses Fernsehen gerecht werden will: „Es gab mal eine Zeit, da stand Kunst unter Langeweile-Verdacht, holt er aus, wenn man ihn nach seinem Anspruch an ein gutes Drehbuch fragt. Film wollte alles sein außer Kunst. Um einen guten Film zu machen, braucht es aber doch Leute, die keinen negativen Begriff von Kunst haben. Das ist eine künstlerische Aufgabe! Man spürt doch den Unterschied zwischen einem lieblos und schlampig inszenierten Film und einem, der wirklich was zu sagen hat in seinem Metier“.

Udo Wachtveitl hat in seinem Leben schon viele Drehbücher gelesen. Kritisch gelesen. An diesem Morgen sitzt er frühstückend in einem Münchner Hotel, und er sitzt hier, weil er mit „Im Schleudergang“ ein Drehbuch bekam, das ihn auf Anhieb überzeugte: „Peter Bradatsch ist einer der besten Autoren, der mir je untergekommen ist. Diese Figuren sind einfach wunderbar, sie haben glaubwürdige Konflikte“, schwärmt Wachtveitl. Und auch die Geschichte selbst habe ihn überzeugt: Alles ist perfekt auf einen Ort, auf diese eine Wäscherei zurecht gelegt, und diese kleinteilige Welt ist liebevoll beobachtet. Fast jede seiner Szenen funkelt.

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