Stuttgart: Mandzukic nutzt Fehler von Molinaro

Stuttgart (RP). Der FC Bayern gewinnt den Südgipfel beim VfB Stuttgart 2:0. Stark war der Münchner Auftritt nicht. Der deutsche Fußball-Rekordmeister kann den Vorsprung gegenüber Leverkusen auf elf Punkte ausbauen.

Die Hauptdarsteller des FC Bayern München hatten den Plfichtsieg längst abgehakt, als die Fußballprofis des VfB Stuttgart den anerkennenden Applaus ihrer Fans wie Balsam auf die Wunde genossen. Gut gekämpft hatten die Schwaben, aber am Ende hatte der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter seine Distanz auf Verfolger Bayer Leverkusen um zwei auf elf Punkte vergrößert. “Das war ein schönes Wochenende für uns. Wir haben den Vorsprung ausgebaut. Das ist wunderbar, so kann es weitergehen”, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:0 im 92. Südduell.

Ein glanzlose Vorstellung reichte den seit zehn Begegnungen ungeschlagenen Bayern zum 15. Saisonsieg am 19. Spieltag. Erst ein fataler Blackout des Stuttgarters Cristian Molinaro, der bei einer Rückgabe Bayern-Torjäger Mario Mandzukic übersah, führte die Gäste auf die Siegerstraße. Der Kroate erzielte in der 50. Minute ohne Probleme seinen zwölften Saisontreffer, was Sportvorstand Matthias Sammer als “Dosenöffner” bezeichnete. Anschließend machte Thomas Müller den achten Auswärtserfolg perfekt. “Das war schade, dass mir das passiert ist. Danach hatten die Bayern noch mehr Ballbesitz, und wir hatten keine Chnce mehr”, sagte Molinaro. Der Münchner Nationalspieler Toni Kroos resümierte: “Es lief schon besser als zuletzt gegen Fürth. Wir hatten wenig große Chancen und mussten auf den Fehler des Gegners warten. Das kann nicht unser Anspruch sein.”

Jupp Heynckes sah eine konzentrierte Mannschaft, die in der Abwehr fast nichts zuließ. “Nur vorn hat der letzte Pass gefehlt”, sagte der Bayern-Trainer. “Aber wenn wir gut stehen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir treffen. Das haben wir heute gut gemacht.” Zwar war der Herbstmeister über weite Strecken tonangebend, nach vorne fehlten den Münchnern aber zunächst die Präzision und die Kreativität, um den laufstarken und eine Stunde lang gut sortierten VfB in Verlegenheit zu bringen. Stuttgart beendete die Partie in Unterzahl, da Martin Harnik in der 80. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.

Ein abgeblockter Schuss von Franck Ribéry und ein Kopfball von Dante knapp am VfB-Tor vorbei waren in der Anfangsphase die einzige Ausbeute der wenig zwingenden Gäste. Auch in der Folge fand der Spitzenreiter kaum eine Lücke. Die beste Chance hatte noch der ansonsten unauffällige Thomas Müller, dem nach einem weiten Pass von Bastian Schweinsteiger der Ball zu weit vom Fuß sprang. Stuttgart wartete indes erst einmal auf Fehler der Münchner und versuchte dann schnell umzuschalten. Erst nach knapp einer halben Stunde wurden die Gastgeber dann mutiger – eingeleitet durch einen Schuss von Shinji Okazaki. Noch mehr Pech hatte Harnik, dessen Kopfball an den Pfosten und von dort Torhüter Manuel Neuer in die Arme prallte.

Der Fehler von Molinaro zeigte Wirkung bei den Schwaben, bei denen die ausgeliehenen Federico Macheda und Felipe Lopes nicht zum Einsatz kamen. Den Aktionen des FC Bayern fehlte weiter der große Glanz. Die Münchner hatten nun jedoch kaum noch Mühe, die Mannschaft des VfB in Schach zu halten. Der ehemalige Stuttgarter Mario Gomez wurde an seiner früheren Wirkungsstätte erst in der 88. Minute eingewechselt.

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