Anbaufläche in Bayern stieg zwar wieder leicht, aber die Wetterkapriolen setzten der Knolle zu
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vor 1 Stunde


Nach Angaben des Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung liegt die diesjährige Kartoffelernte damit um rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre. Es werden lediglich 310 Dezitonnen je Hektar erwartet. Gegenüber dem langjährigen Mittel ist dies ein Minus von über einem Viertel.
Dabei erhöhte sich nach dem Tiefststand im vergangenen Jahr die von den bayerischen Bauern bewirtschaftete Kartoffelfläche im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder leicht um gut fünf Prozent auf knapp 43700 Hektar. Dies entspricht, so das Landesamt, dem Stand des Jahres 2011.
Nahezu halbiert seit 1983
Seit 1983 hat sich die Kartoffelfläche dennoch nahezu halbiert. Seit dem Höchststand im Jahr 1954 ist sie mit fast 321000 Hektar um gut 86 Prozent gesunken. In Bayern werden vor allem die ertragsstärkeren mittelfrühen und späten Sorten angebaut.
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Ein niedrigerer Hektarertrag als in diesem Jahr wurde zuletzt 2003 erwirtschaftet. Grund dafür sind die für das Wachstum der Knolle äußerst ungünstigen Witterungsbedingungen. Im Frühjahr war es zu nass, häufig kam es zu Überschwemmungen und in der Hauptwachstumsphase im Sommer war es dann wieder zu trocken. Die Feldfrüchte verfaulten unter diesen Bedingungen zum Teil, oder die Pflanzen bildeten zu wenige und zu kleine Knollen. Durch die hohen Ertragseinbußen kann deshalb in diesem Jahr trotz der gegenüber dem Vorjahr größeren Anbaufläche nur mit der stark rückläufigen Ernte gerechnet werden.
Innerhalb Deutschlands ist Bayern hinter Niedersachsen das zweitwichtigste Kartoffelanbauland. Rund 18 Prozent dieser Früchte stammen aus dem Freistaat.