Robben vor der Ukraine-Reise: “Es ist schon im Kopf, dass dort Krieg herrscht”
MÜNCHEN. Das heutige Spiel des FC Bayern gegen Shaktar Donezk wurde nach Lemberg verlegt.

Arjen Robben fliegt mit den Bayern heute nicht nach Donezk, sondern ins 1000 Kilometer westlich gelegene Lemberg.
Keine Freude hat man beim FC Bayern damit, dass man zum heutigen Achtelfinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League in die Ukraine fliegen muss (20.45 Uhr, Puls4 live). Aufgrund des Krieges im Osten des Landes wurde das heutige Spiel gegen Shaktar Donezk von der UEFA bereits von Donezk in das rund 1000 Kilometer Luftlinie westlich gelegene Lemberg verlegt.
Bayerns Arjen Robben hat bei der Reise dennoch kein gutes Gefühl. “Wir sind zwar Fußballer, aber in allererster Linie Menschen. Es ist schon im Kopf, dass dort Krieg herrscht. Das geht jedem ans Herz – und kann man nicht ausblenden.” Thomas Müller sieht es ähnlich: “Es ist schon seltsam, dass man in der Champions League spielt, und dann in eine andere Stadt ausweichen muss.”
Aus Sicherheitsgründen werden die Bayern, anders als sonst bei Champions-League-Auswärtsspielen üblich, gleich nach dem Schlusspfiff nach Hause fliegen – man hat auch eine Sondergenehmigung erhalten, um nach 2 Uhr früh noch auf dem Münchner Flughafen landen zu können. Bayern-Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge: “Die UEFA hat entschieden, dass wir da spielen, wo wir jetzt spielen. Das haben wir zu akzeptieren.”
Alaba mit starkem Comeback
Positiv: David Alaba spielt bei den Bayern nach seiner Verletzungspause schon wieder so, als wäre er nie weg gewesen: Beim 8:0 am Samstag in der deutschen Fußball-Bundesliga gegen Hamburg knüpfte er dort an, wo er vor seiner Knieverletzung aufgehört hatte. Gegen den HSV spielte er an der Seite von Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld anstelle des angeschlagenen Xabi Alonso – und ließ die Zahlen für sich sprechen: 11,61 Kilometer legte der ÖFB-Teamspieler zurück, so viel wie kein anderer Bayern-Spieler. Bei 103 Ballkontakten kamen 86 seiner 93 Pässe an. Zudem gewann Alaba 80 Prozent seiner Zweikämpfe.
Das heutige Spiel dürfte ein Offensivspektakel werden. Mit 15 Toren hat Donezk in der Gruppenphase nur einen Treffer weniger als die Bayern (16) erzielt.
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Paris St. Germain gegen Chelsea mit Problemen
Im zweiten Duell des heutigen Fußball-Champions-League-Achtelfinaltages plagen Paris St. Germain vor der Partie gegen Chelsea Verletzungssorgen. Gleich vier verletzte PSG-Spieler forderte die Meisterschaftspartie am Samstag gegen Aufsteiger SM Caen, der deshalb nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erreichte. Nach den Ausfällen von Frankreichs Teamspieler Yohan Cabaye, der beiden Brasilianer Marquinhos und Lucas sowie von Serge Aurier, die laut Trainer Laurent Blanc allesamt auch heute fehlen werden, geriet der Meister in der Liga im eigenen Stadion vollkommen aus dem Rhythmus. Trainer Laurent Blanc bleibt dennoch ruhig. „In der Gruppenphase haben uns gegen Barcelona auch Spieler wie Zlatan Ibrahimovic oder Ezequiel Lavezzi gefehlt. Trotzdem haben wir damals mit 3:1 gewonnen.“