Premier League – Briten zerfleischen van Gaals United

Übler hätte der Start für Louis van Gaal bei Manchester United nicht verlaufen können.

Nach dem missratenen Saisonstart in der Premier League mit einem Punkt aus zwei Partien (zum Spielplan) haben sich die “Red Devils” auch im Liga-Pokal kräftig blamiert. Mit einem 0:4. Gegen einen Drittligisten, dessen gesamte Mannschaft so viel kostet wie Wayne Rooney in einer Woche verdient (zum Spielbericht).

Die Schmach gegen die Milton Keynes Dons, kurz nach der Rekordverpflichtung von Angel di Maria für 75 Millionen Euro – ein Schlag ins Gesicht für van Gaal.

“Ich bin nicht geschockt”, gab der 63-Jährige zwar nach dem Spiel zu Protokoll. Doch in seinem Gesicht stand das Gegenteil geschrieben.

Van Gaal suchte nach Entschuldigungen. “Man darf nicht vergessen, dass wir neun Verletzte hatten und ein junges Team. Wir konnten nicht mehr erwarten. Es liegt daran, dass wir die Fehler im falschen Moment gemacht haben. Der Gegner hatte ein bisschen Glück bei den Toren. Als es 0:2 stand, war es sehr schwer, zurückzukommen. In der zweiten Halbzeit haben wir viele Chancen kreiert, uns hat jedoch das nötige Glück im Abschluss gefehlt.”

Das neue System bereitet Probleme

Vor allem letztere Aussage weckte in Manchester sofort böse Erinnerungen, nutzte doch der in der Vorsaison geschasste Coach David Moyes regelmäßig diese Formulierung als Rechtfertigung.

Und dass van Gaals Team gänzlich “jung” war, war auch strittig. Immerhin standen mit David de Gea, Jonny Evans, Anderson, Javier Hernandez, dem Ex-Dortmunder Shinji Kagawa und Daniel Welbeck auch sechs erfahrene Leute in der Startelf.

Grundsätzlich hat United noch Probleme, sich auf das neue 3-5-2-System einzustellen, das der neue Trainer aus den Niederlanden mitbrachte. Die Defensivarbeit ist dürftig, die Lücken in der Abwehr riesig. Nach einer eigentlich guten Vorbereitung mit ansehnlichen Partien und Kombinationen fehlt dem Team die Sicherheit in den Pflichtspielen.

Die Worte “Erniedrigung” und “Disaster” waren in den britischen Medien am Mittwoch häufig zu lesen. Der “Telegraph” zerfleischte United in einem Kommentar von Henry Winter regelrecht. “United jagt niemandem mehr Angst ein, es fehlt an Organisation, an Selbstvertrauen. United ist aus dem Liga-Pokal geflogen, ehe ManCity erst in diesen Wettbewerb eingestiegen ist. Das Spiel wird als Schande in Erinnerung bleiben.”

Van Gaal muss nun Aufbauarbeit leisten. Helfen sollen weitere Neuzugänge. Michael Carrick, Ander Herrera und Marouane Fellaini fallen noch länger aus. Darren Fletcher und Tom Cleverley traut van Gaal nicht viel zu. Di Maria ist da, kommen soll laut “Daily Star” noch Liverpools Mittelfeld-Ass Joe Allen. Mehr als 30 Millionen Euro würde der Waliser wohl kosten. Allenfalls die bitterböse Rivalität zwischen den zwei nordenglischen Klubs könnte dem Transfer entscheidend im Weg stehen. Allen wäre nach Allenby Chilton vor 76 Jahren der Erste, der es wagen würde, von den Reds ins Old Trafford zu gehen. Finanzielle Probleme hat van Gaal immerhin keine.

Dass seine Arbeit auch immer ein Prozess ist, der eine gewisse Anlaufzeit benötigt, ist allerdings auch bekannt. In München stand er schon nach vier Monaten Amtszeit auf der Kippe. Damals leitete ein 4:1 bei Juventus Turin in der Champions League die Wende zum Guten ein.

In Manchester wird darauf noch gewartet.

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