Orkan über Bayern: Gerüste umgekippt, Seilbahnen geschlossen

Wegen des starken Windes stürzten am Freitag (09.01.15) mehrere Bäume auf Gleise und Oberleitungen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Am Nachmittag waren deshalb drei Stecken in Oberbayern gesperrt: bei Oberammergau, Ruhpolding und südlich von München. Auf vielen Strecken fuhren Züge mit reduzierter Geschwindigkeit. “Dann kann der Zug noch rechtzeitig stoppen, wenn Äste in der Oberleitung hängen”, sagte der Sprecher. Bahnreisende müssen deshalb noch bis Samstag mit Verspätungen rechnen.

Seilbahnbetrieb weitgehend eingestellt

Wegen heftiger Sturmböen hat das Zugspitz-Skigebiet den Skibetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Die Eibseeseilbahn kann derzeit aus Sicherheitsgründen nicht mehr fahren, auch die Liftanlagen auf Deutschlands höchstem Berg wurden geschlossen.

Mit der Zahnradbahn sei der Gipfel aber weiterhin für Tagesausflügler zu erreichen, so BZB-Sprecherin Verena Lothes. Auch im tiefer gelegenen Classic-Skigebiet wurden inzwischen sämtliche Anlagen aus Sicherheitsgründen geschlossen, die Hausbergbahn und Kreuzeckbahn können wegen der heftigen Windböen nicht mehr fahren.

Skibetrieb am Wochenende äußerst fraglich


Bei Windstärken ab 60 Km/h wird es kritisch, sagen die Liftbetreiber. Weil am Samstag (10.01.15) aber zum Teil Orkanböen mit über 100 km/h erwartet werden, müssen Skifahrer auf jeden Fall mit Einschränkungen rechnen. Sogar Schlepplifte könnten gesperrt werden.

Im Skigebiet Winklmoosalm sind die beiden Gipfelbahnen auf die Steinplatte schon heute geschlossen. An der Kampenwand ist wegen des Sturms das ganze Wochenende über überhaupt kein Seilbahn- und Skibetrieb möglich. Im Spitzinggebiet mussten die Skifahrer auf wenige Lifte ausweichen. Am Stümpfling wurde wegen der vorhergesagten Sturmböen der Nachtskilauf abgesagt.

Über 100 Einsätze


Eingestürtztes Gerüst gegenüber dem Bundesfianzhof in der Ismaninger Straße in München.

Der Sturm hält auch die Münchner Feuerwehr in Atem. Bis zum Abend mussten die Helfer bereits zu weit über 100 Einsätzen ausrücken. Eine zehn Meter hohe Fichte krachte auf ein fahrendes Auto, in dem zwei Frauen saßen. Die beiden kamen mit dem Schrecken davon.

Außerdem ist in der Ismaninger Straße Nähe Bundesfinanzhof ein Baugerüst in sich zusammengebrochen. Die Teile lagen auf Fahrbahn und Tram-Schienen, die Oberleitung war zu Boden gerissen. Der Verkehr musste unterbrochen werden, verletzt wurde offenbar niemand. Bei weiteren Einsätzen handelte es sich überwiegend um heruntergefallene Äste, herumfliegende Mülltonnen und abgerissene Markisen. Der Betrieb auf vielen Münchner Wertstoffhöfen wurde vorübergehend eingestellt

Baum kracht in München auf fahrendes Auto

Zu Behinderungen kam es auch auf der B 471 im nördlichen Landkreis München, nachdem dort mehrere Bäume auf die Fahrbahn gestürzt sind. Im Münchner Osten wurde ein fahrendes Auto von einem umfallen Baum getroffenden. Die Insassen blieben unverletzt.

Die Autobahn A 95 München/Garmisch-Partenkirchen wurde an der Stadtgrenze München teilweise durch einen umgestürzten Baum blockiert. Aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Erding vermeldet die Polizei rund 30 umgeknickte Bäume und mehrere umgewehte Verkehrszeichen.

Flugbetrieb noch nicht gestört

Für die Passagiere am Flughafen München hat der Sturm derzeit keine negativen Folgen. Im Flugbetrieb gebe es bisher keine Einschränkungen, erklärte ein Sprecher soeben auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks: “Alles im grünen Bereich.”

Einsätze im Landkreis Rosenheim

Wegen des Sturms sind derzeit im ganzen Landkreis Rosenheim 15 bis 20 Feuerwehren im Einsatz. Laut Kreisbrandrat Richard Schrank sind es aber kleinere Einsätze – meist wegen umgestürzter Bäume. Allerdings habe er seine Feuerwehren auf eine stürmische Nacht eingeschworen.

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