München – Der Münchner SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dieter Reiter gerät wegen einer Reise zum Champions-League-Finale unter Druck, die vom FC Bayern finanziert wurde. Wie Reiter der “Süddeutschen Zeitung” bestätigte, hatte der Fußballclub ihn zu dem Match in London Ende Mai eingeladen und Flug, Hotel und die Feier nach dem Spiel bezahlt.
“Ich habe das getan, was man von mir als Wirtschaftsreferent erwarten kann: die Einladung eines renommierten Unternehmens angenommen.” Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) habe die Reise genehmigt, sagte er der Zeitung. Gleichzeitig hieß es aus dem Wirtschaftsreferat, Reiter sei nicht als offizieller Vertreter der Stadt nach London gereist – sondern auf persönliche Einladung.
Die Münchner Grünen verlangten am Donnerstag von Reiter Aufklärung über die Umstände der Reise. Hintergrund sind die strengen Regeln der Stadt für die Annahme von Geschenken. So dürfen etwa Müllmänner seit Jahren kein Trinkgeld annehmen.
Eine direkte Stellungnahme war von Reiter zunächst nicht zu erhalten. Die OB-Wahl ist im März 2014.