November- Depression – Bayern-Boss: „Wir müssen aufwachen“


Valencia –  

Das Mikrofon streikte zwar einige Male, doch die Botschaft von Karl-Heinz Rummenigge war dennoch unmissverständlich: Obwohl Bayern München sein Mindestziel in der Champions League vorzeitig erreicht hatte, richtete der Vorstandschef kurz vor Mitternacht eindringliche und mahnende Worte an seine Stars.

„Mir haben die letzten zwei Spiele nicht gefallen. Wir müssen aufwachen, wir müssen den Schalter umlegen und die Gangart hinkriegen, die uns stark gemacht und nach oben gebracht hat“, betonte Rummenigge bei seiner Bankettrede nach dem glücklichen und glanzlosen 1:1 beim FC Valencia.

Der Bayern-Boss blickte auf die anstehenden Aufgaben gegen Hannover und Freiburg sowie „das ganz große Spiel gegen Dortmund“. Da müsse man „ein Stück zulegen. Wir müssen alles in die Waagschale legen, um das zu verhindern, was uns im letzten Jahr passiert ist“, forderte Rummenigge. 2011 hatte den FC Bayern eine November-Depression befallen, die letztendlich im Kampf um die Meisterschaft entscheidend gewesen war. Dies soll sich nicht wiederholen.

„Ich weiß, was ich zu tun habe, wir sind selbstkritisch genug. Wir haben nichts erreicht und müssen bis Weihnachten die Distanz halten in der Liga“, sagte der dünnhäutig wirkende Trainer Jupp Heynckes vor dem Abflug zurück nach München, „ich habe mir in dieser Saison abgewöhnt, Kommentare irgendjemand anderer zu kommentieren.“

Doch der müde Auftritt trotz knapp einstündiger Überzahl hinterließ nicht nur bei Rummenigge einen faden Beigeschmack. Torwart Manuel Neuer hatte deshalb ein „komisches Gefühl“. Man könne sich „nicht so richtig freuen“. Thomas Müller, der für den späten Ausgleich (82.) gesorgt hatte, sprach von „Schadensbegrenzung. Das ist kein Spiel, für das wir uns feiern können.“

Die Stimmung beim Bankett in Valencia hielt sich deshalb auch in Grenzen. Schon nach kurzer Zeit waren die meisten Spieler in ihren Zimmern verschwunden.

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