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Die Lage bleibt angespannt: An den Grenzübergängen von Österreich nach Niederbayern sind am Mittwoch wieder Tausende Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.
Die Flüchtlingslage an den Grenzübergängen von Österreich nach Niederbayern ist am Mittwochabend unverändert angespannt gewesen. Bis 21.00 Uhr seien über Wegscheid, Neuhaus am Inn und Simbach sowie über den Hauptbahnhof in Passau knapp 4000 Asylsuchende nach Deutschland gekommen, sagte Albert Poerschke, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Freyung.
Am gesamten Vortag waren insgesamt 6600 Flüchtlinge über Bayern nach Deutschland eingereist, allein 4100 über Niederbayern.

Flüchtlinge aus Österreich
Fünf, sechs – oder acht Grenzübergänge?
Die Zahl der Orte, an denen Flüchtlinge nach Bayern kommen dürfen, sieht Österreich als Angebot, nicht als Absprache. Die Bundespolizisten fühlen sich immer ohnmächtiger.
Altmaier will bessere Zusammenarbeit der Polizei
Der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Peter Altmaier (CDU), hatte bei einem Besuch in Wegscheid an der deutsch-österreichischen Grenze angekündigt, die Kooperation zwischen den Polizeibehörden beider Länder zu stärken. Dazu solle bereits in den kommenden Tagen ein Zentrum der Polizeizusammenarbeit geschaffen werden. “Unser Ziel ist es, dass wir sehr schnell an die Arbeit gehen – lieber mit einem Provisorium beginnen, aber dafür Sorge tragen, dass die Polizeiverantwortlichen an einem Tisch sitzen.” So solle verhindert werden, dass Flüchtlinge etwa im Freien auf ihre Einreise nach Deutschland warten müssen oder nicht genügend Busse zum Transport zur Verfügung stehen.
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Altmaier hatte sich am Mittwochnachmittag ein Bild von der angespannten Flüchtlingssituation im Landkreis Passau gemacht. Altmaier folgte mit seinem Besuch der Einladung des Passauer Oberbürgermeisters Jürgen Dupper (SPD). Zuletzt kamen in Niederbayern täglich Tausende Flüchtlinge über die Grenze, Passau wurde zum Drehkreuz bei der Verteilung der Asylsuchenden in ganz Deutschland. Allein am Dienstag waren wieder 4100 Menschen über Niederbayern nach Deutschland eingereist. In der Vortagen waren es noch mehr gewesen.
Busunternehmer sind gut ausgelastet
Die Busunternehmer in Bayern stehen indes durch den Transport von Flüchtlingen vor einer großen Herausforderung. Horst Schilling vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen spricht von einer “logistisch anspruchsvollen Aufgabe”, da bereits ohne die Asylsuchenden die “Kapazitäten gut ausgelastet” seien. Gleichzeitig funktioniere die Koordination der Busse besser als erwartet. Man sei “sehr stolz” darauf, dass alles weitgehend reibungslos ablaufe. Aktuell seien 200 Busse täglich für die Beförderung von Flüchtlingen im Einsatz.