münchen. Er kam im September als Leihspieler mit großen Hoffnungen zum HSV. Am Saisonende wird sich Julian Green, 19, als großes Missverständnis verabschieden.
“Es sieht danach aus, dass er nach der Saison zurückkommt und wir uns dann zusammensetzen, um die beste Lösung zu finden”, sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Gespräch mit amerikanischen Reportern. “Ich denke nicht, dass er direkt hier bei den Bayern bleiben wird. Er braucht vielleicht noch ein Jahr irgendwo bei einem anderen Club, in Deutschland oder England. Um seine Qualitäten zu zeigen und zu merken, dass er Qualitäten hat.”
Green spielte bislang lediglich fünfmal für den HSV in der Bundesliga. In 113 Spielminuten gewann er nur 36 Prozent seiner Zweikämpfe und schoss zweimal auf das Tor. Zuletzt verbannten ihn die Clubverantwortlichen sogar in die U23. Green weigerte sich, dort zu spielen, es kam zum Eklat.
Dabei sah im August 2014 alles noch so gut aus. Green hatte bei der WM für die USA gespielt, ein Tor geschossen und es bis ins Achtelfinale geschafft. Auf der anschließenden PR-Tour des FC Bayern durch die Staaten umjubelten ihn die Fans. Doch nach einem Gespräch mit Trainer Pep Guardiola entschied sich Green für das Leihgeschäft mit Hamburg. Der damalige HSV-Trainer Mirko Slomka sagte Green, er sei sein Wunschspieler. Wenige Tage später war Slomka entlassen. Unter Joe Zinnbauer spielte Green keine Rolle. Seit Sonntag ist auch Zinnbauer nicht mehr Trainer. Doch in der Länderspielpause kann sich Green nicht aufdrängen, da er mit der US-Nationalmannschaft unterwegs ist.
Rummenigge will die Hoffnung dennoch nicht aufgeben: “Eventuell wird es sich nun zum Besseren wenden, denn Julian ist ein netter und talentierter Typ.” (jwo)