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Der Vorsitzende des Muslimrats München, Sokol Lamaj, sagte: “Es ist ein Prozess, der Menschen zu so etwas treibt.” Oft seien sie isoliert und hätten ein persönliches Scheitern erlebt. Daher müsse man früher ansetzen als bei der Kommunikation über soziale Netze. Die Imame versuchten, diesen Menschen mit islamischen Argumenten klar zu machen, dass der Koran oder der Prophet Mohammed niemals mit Hass oder Gewalt auf Anfeindungen reagieren würde.
“Ich hoffe, dass der Anschlag für Muslime keine tragischen Auswirkungen hat. Ich hoffe, dass es jetzt keine Angriffe auf muslimische Einrichtungen gibt wie in Frankreich”, sagte Lamaj. Auch Aykan Inan vom Türkisch-Islamischen Kulturverein Ditib sagte: “Wir hoffen, dass das friedliche Zusammenleben zwischen allen Religionen und Kulturen in Bayern durch solche Ereignisse nicht gestört wird.”
Idriz sagte, die Pegida-Bewegung arbeite “denen in die Hände, die Hass schüren und am Ende zu Gewalt greifen”. Der Imam forderte: “Wir müssen jetzt alle zusammenstehen, um einen gefährlichen religiösen Konflikt in Europa zu verhindern. Jetzt ist die richtige Zeit, dass Mulime und Nicht-Muslime zusammen ihre Stimme erheben und für ein friedliches Zusammenleben plädieren.”