München (RP). Die Vereinsführung des FC Bayern München hat versucht, die Diskussion um den Jubel von Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri zu entschärfen. “Ich weiß nicht, was er damit sagen wollte. Wir sollten aber nicht zu viele Dinge hineininterpretieren”, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor der Champions-League-Partie beim FC Valencia (heute, 20.45 Uhr) über den kroatischen Angreifer Mandzukic. Der Deutsche Fußball-Bund forderte die beiden Bayern-Profis auf, Jubelszenen wie am Samstag in Nürnberg in Zukunft zu vermeiden.
“Beide wurden aufgefordert, entsprechende Jubelformen zu unterlassen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden”, erklärte ein DFB-Sprecher. Mandzukic hatte nach seinem Tor zum 1:0 im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg bei seinem Jubel den rechten Arm wie bei einem militärischen Gruß an die Stirn gelegt und dann weit von sich gestreckt. Eine ähnliche Geste zeigte auch der im Kosovo geborene Schweizer Nationalspieler Shaqiri.
In Medienberichten wurde diese Jubelform als Gruß an die kroatischen Kriegsgeneräle Ante Gotovina und Mladen Markac gedeutet, die am Freitag vom UN-Kriegsverbrechertribunal überraschend freigesprochen worden waren. Mandzukics Manager Ivan Cvetkovic wurde von der Tageszeitung “Vecernji List” zitiert: “Ich bin stolz auf Mario und erfreut darüber, wie er sein Tor gefeiert hat und sich allen Kroaten angeschlossen hat in der Freude über die Rückkehr unserer Generäle.” Mandzukic hatte einen Zusammenhang mit der Politik vehement zurückgewiesen.