Rund 1.800 Beschäftigte an zwölf Standorten seien aufgerufen, sich an den Protesten zu beteiligen, teilte die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten am Samstag in München mit. „Ab Montag werden wir schrittweise an allen bayerischen Standorten Warnstreiks durchführen“, sagte der Landesvorsitzende Hans Hartl.
Bundesweit sollen die Beschäftigten an nahezu 50 Coca-Cola Standorten an verschiedenen Tagen jeweils für mehrere Stunden die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft will damit den Druck vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde am 30. Januar erhöhen. Beide Seiten streiten über eine Lohnerhöhung, die Arbeitszeit sowie den möglichen Abbau von Arbeitsplätzen in dem Unternehmen mit 10.600 Beschäftigten in Deutschland. Die NGG fordert sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Coca-Cola hat eine zweistufige Einkommenserhöhung angeboten mit 2,5 Prozent im ersten Jahr und 2,0 Prozent im zweiten Jahr. Die Offerte enthält nach Angaben eines Sprechers auch höhere Beiträge in die Altersvorsorge. Auszubildende sollten monatlich 100 Euro mehr bekommen. Im Gegenzug verlange Coca-Cola einen Tarifvertrag mit flexibleren Arbeitszeiten als bisher.