Landesausstellung trägt Amberger Züge

Das Plakatmotiv zu „Napoleon und Bayern“, unter Verwendung des Details aus „Bonaparte überquert die Alpen am St. Bernhard“ (Napoleon am Großen St. Bernhard, Bonaparte franchissant les Alpes au Grand-Saint-Bernard), Gemälde, Öl/Leinwand Jacques-Louis David, 1801, Österreichische Galerie Belvedere, Wien  Grafik: Büro Wilhelm, Amberg

Das Plakatmotiv zu „Napoleon und Bayern“, unter Verwendung des Details aus „Bonaparte überquert die Alpen am St. Bernhard“ (Napoleon am Großen St. Bernhard, Bonaparte franchissant les Alpes au Grand-Saint-Bernard), Gemälde, Öl/Leinwand Jacques-Louis David, 1801, Österreichische Galerie Belvedere, Wien Grafik: Büro Wilhelm, Amberg

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Amberg. Das Haus der Bayerischen Geschichte, das Bayerische Armeemuseum und die Stadt Ingolstadt veranstalten von 30. April bis zum 31. Oktober 2015 die Bayerische Landesausstellung im Neuen Schloss in Ingolstadt. Das Haus der Bayerischen Geschichte hatte dazu im Vorfeld mehrere Agenturen zum Gestaltungs-Wettbewerb für ein plakatives Werbemotiv eingeladen.

Die Amberger Designagentur Büro Wilhelm überzeugte die Jury für die Landesausstellung zum wiederholten Male mit einer Idee – und machte erneut das Rennen. Auch für die vergangenen Landesausstellungen in Regensburg, Schweinfurt und Herrenchiemsee entwickelte die Amberger Agentur bereits die komplette Werbelinie.

Das Motiv geht nach Angaben des Büros Wilhelm zurück auf eines der bekanntesten Gemälde von Jacques Louis David (1748-1825), das Napoleon Bonaparte während des Übergangs über den Großen St. Bernhard im Mai 1800 zeigt. Von dem Gemälde existieren viele Versionen – von David selbst, aber auch von anderen Malern. Das Bild ist eine napoleonische Ikone.

In idealisierender Weise ist der erste Konsul mit wallendem Mantel auf einem steigenden Pferd in felsigem Gelände dargestellt. Anders jedoch, als es die Darstellung vermuten lässt, ging die Überquerung weniger spektakulär vonstatten: Der erste Konsul nutzte ein Muli, und er ritt keineswegs anfeuernd voraus, sondern bildete die Nachhut. Napoleon aber setzte dieses Abenteuer ganz bewusst ein (und der Maler David dieses künstlerisch heroisierend um), um seinen Ruf zu festigen und seine Gegenspieler propagandistisch auszuschalten. Das Motiv wurde für das Plakat leicht farbig verfremdet und als Fotocollage mit einer brennenden Kanonenkugel ergänzt

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