Gomez und Bayern : Unmut nur in den Katakomben

Kein Gegentor nach der Winterpause, flüssiges Spiel, sehenswerte Tore – es hätte alles so schön sein können beim FC Bayern, hätte nicht Mario Gomez seinem Unmut Luft gemacht. Seit Tagen schwelen Gerüchte um einen Wechsel von Robert Lewandowski, Lothar Matthäus hatte den Deal sogar als perfekt gemeldet, deswegen auch der Ärger von Uli Hoeneß. Und nun forderte also Gomez mehr Rückendeckung: „Der Verein muss sich klar bekennen und uns Stürmern sagen, was los ist.“

Es war eigentlich auch für Gomez ein schöner Tag gewesen. Jupp Heynckes hatte ihn zum ersten Mal seit der Winterpause von Beginn an spielen lassen, wie auch Arjen Robben und Jerome Boateng. Der Nationalstürmer hatte es Heynckes mit einem Treffer und überschwänglichen Worten gedankt: „Es war mutig, uns drei zu bringen, obwohl es vorher so gut lief. Das zeigt die wahre Größe unseres Trainers.“ Dann aber verdunkelten sich seine Gesichtszüge. Er habe „keine Angst, vor niemandem“, teilte Gomez in Richtung Lewandowski mit und kritisierte: „Ein Bekenntnis im Moment sieht anders aus für die Stürmer, die da sind.“

So schnell jedoch wird das wohl nicht passieren. „Wir tun gut daran, mit den ganzen Dingen souverän und entspannt umzugehen“, sagte Karl-Heinz Rummenigge. Weder bestätigten noch dementierten die Bayernbosse ein Interesse am Stürmer von der Borussia. Aus Dortmund hingegen ist zu hören, dass beim BVB niemand auch nur einen Gedanken daran verschwende, Lewandowski vor Ablauf seines Vertrags im Jahr 2014 zum FC Bayern ziehen zu lassen.

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