Ich habe meinen Entschluss schon vor zwei Wochen unserem Präsident Uli Hoeneß mitgeteilt, sagte der 42-jährige Ex-Nationalspieler der SZ. Er betonte, dass er ohne Groll das Amt bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters abgebe: Ich bedanke mich sehr beim FC Bayern.
Als Grund für den Abschied nannte der einstige Bayern-Profi seine Tätigkeit als TV-Experte bei der ARD. Diesen Interessenkonflikt habe ich völlig falsch eingeschätzt, erklärte Scholl. Seine Fernsehkritik bei Länderspielen an Bayern-Nationalspielern wie Mario Gomez oder Thomas Müller war im Verein von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angeprangert worden. Damit ist keinem gedient: dem FC Bayern nicht und auch nicht mir, sagte Scholl.
In der kommenden Saison werde er nicht als Trainer arbeiten, sondern seinen TV-Kontrakt bis 2014 erfüllen, betonte Scholl. Er stand ebenfalls noch bis ins kommende Jahr bei den Bayern unter Vertrag. Die Regionalliga-Mannschaft belegt zurzeit Platz vier und besitzt noch Chancen auf den Aufstieg.