Franz Herzog von Bayern kritisiert Zeitphänomen des Voyeurismus
Der Chef des bayerischen Hauses Wittelsbach hat einen respektvollen Umgang mit Menschen gefordert, die im Rampenlicht stehen

Am 14. Juli feiert Franz Herzog von Bayern Geburtstag. Foto: D. Ebener/Archiv
München (dpa/lby) – «Der Voyeurismus ist ein unerfreuliches Phänomen unserer Zeit», sagte Franz Herzog von Bayern im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. «Grundsätzlich halte ich den Verlust des Respekts vor dem Menschen, seinem persönlichen Leben und gegebenenfalls vor der Würde seines Amtes für sehr bedenklich.» Der Herzog von Bayern feiert am 14. Juli seinen 80. Geburtstag.
Den Adelshäusern stellte der Kunstexperte und Sammler von moderner Malerei ein gutes Zeugnis aus. «Die letzten 60 Jahre haben gezeigt, dass die europäischen Monarchien keinen schlechteren Weg genommen haben als die Länder ohne Monarchen.» Es gebe Länder, «in denen der König oder die Königin eine große moralische Autorität besitzen, die das Land zusammenhält». Als Beispiele nannte der Junggeselle Belgien, Dänemark und die Niederlande. «Ich stelle auch fest, dass es bei vielen Menschen eine Art Sehnsucht nach dieser kontinuierlichen Autorität und dem “Glanz” eines Königshauses gibt.»
08.07.2013 – 06:53 Uhr