München –
Tante Käthe teilt wieder aus. Leverkusens Sportchef Rudi Völler (53) ärgert sich anscheinend darüber, dass die Bayern zu stark sind.
„Jetzt haben sie einen Kader, wie es ihn noch nie bei den Bayern gab. Das sind keine Top-11, keine Top-15 – das sind 22 Top-Spieler. Das ist schon erdrückend für andere Klubs. Dass sie auch noch einen Mann wie Thiago fürs Mittelfeld holen, zeigt, wie weit weg sie wirklich sind. Eine andere Kategorie ist das“, sagte Völler in einem Interview. Er befürchtet, dass die Bayern zu einer Übermacht im deutschen Fußball werden. Eine Sorge, die Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer nicht verstehen kann.
„Falls wir in ein paar Jahren wirklich alles abgeräumt haben sollten, könnte man darüber reden, dass wir die Liga erdrücken würden. Rudi ist ein Kumpel von mir, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Diskussion völlig fehl am Platz“, sagte der 45-Jährige: „Der FC Bayern hat den Titel zuletzt 2006 erfolgreich verteidigt, davor 2001. Aber wie oft in den letzten drei Jahren haben wir die Meisterschaft geholt, wie oft den Pokal? In den beiden Jahren davor war Borussia Dortmund dominant, da hat auch keiner die Frage gestellt, wer wen erdrückt.“
Seiner Meinung nach, hat sich der FC Bayern „diesen Stellenwert verdient, da steckt wirtschaftlich und sportlich ganz harte Arbeit dahinter, das ist uns nicht zugeflogen.“ Für Sammer sind die Aussagen von Rudi Völler eine reine “Neid-Debatte.”
Auch die Dortmunder beneidet Rudi Völler. Der von den Borussen für 27,5 Millionen Euro verpflichtete Henrich Mchitarjan, stand nämlich auch schon mal auf dem Einkaufszettel der Werkself. Völler beglückwünschte die den BVB zu dem Transfer. Der Stürmer „ist ein Kracher“, so Völler, „den hatten wir auch mal auf dem Schirm, aber für uns ist so ein Transfer nicht zu stemmen. Aber das hat sich Dortmund eben auch in den letzten Jahren erarbeitet“