Zuletzt wurde öffentlich über Probleme zwischen den Spielern des FC
Bayern München und ihrem Trainer Pep Guardiola spekuliert. Auch der polnische Neuzugang Robert Lewandowski sei davon betroffen. Allerdings stellte dieser gestern hinter dieses Thema ein noch größeres Fragezeichen, als er in Paderborn gleich zweimal traf.
Unter der Woche wurden Gerüchte über Unstimmigkeiten zwischen Robert Lewandowski und Trainer Pep Guardiola gefruchtet, da der Pole in der Champions-League-Partie in der Ukraine nicht in der Startelf stand. Obwohl die Bayern gegen Donezk kaum Durchschlagskraft aufbauen konnte, wurde der polnische Top-Stürmer erst in der letzten Viertelstunde eingesetzt.
Robert Lewandowski wurde beim FC Bayern München bislang häufig Opfer von Rotationen und sei daher mit seiner Position im Verein nicht zufrieden. Angebliche persönliche Probleme mit dem spanischen Trainer würden die Unzufriedenheit des Polen weiterhin erhöhen, weshalb mittlerweile schon über einen Abgang Lewandowskis diskutiert wurde.
Nach der Partie in der Ukraine, die der Pole fast durchgehend auf der Bank verbrachte, kehrte er gegen den SC Paderborn wieder in die Startelf zurück. Gegen die Ostwestfalen konnte Lewandowski erfolgreich die Gerüchte eine Krise widerlegen, da er den FC Bayern souverän auf die Siegerstraße brachte. Die ersten beiden Treffer des deutschen Rekordmeisters wurden von Lewandowski erzielt.
Es scheint zudem, als seien die Gerüchte um Probleme zwischen Stürmer und Trainer aus der Luft gegriffen gewesen. Schließlich begann Lewandowski in dieser Bundesliga-Saison erst drei Spiele auf der Bank. In den anderen stand er stets in der Startelf. Nur beim 6:0-Sieg der Bayern gegen Werder Bremen kam der Pole nicht zum Einsatz, obwohl er im Kader stand.
Womöglich ist seine Torausbeute der Grund für die Spekulationen. Bislang erzielte Lewandowski erst zehn Treffer und hinkt somit seiner Quote aus der Zeit bei Borussia Dortmund hinterher. Zudem gelang es ihm erst jetzt zum ersten Mal in zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen zu treffen.
Bei der Beurteiliung Lewandowskis muss jedoch einiges beachtet werden: Mit zehn Saisontoren ist der Pole Dritter in der Torschützenliste. Nur Alex Meier und Lewandowskis Teamkollege Arjen Robben waren öfter erfolgreich.
Daran ist zudem erkennbar, dass er nun in einer Mannschaft spielt, in der jeder eine große Gefahr für das gegnerische Tor darstellen kann. Der Verein muss sich nicht immer auf Lewandowski verlassen, sondern kann den Erfolgsdruck stets auf viele Schultern verteilen. Dass ein Top-Stürmer weniger trifft, wenn er in eine Mannschaft mit Weltklassen-Spielern kommt, ist vollkommen logisch.
Beim FC Bayern München hängt nun nicht mehr der Erfolg der Mannschaft von Lewandowski ab. Dadurch kann Guardiola dem Polen auch so manche kleine Pause geben.
Zu einem angeblichen Problem mit seinem Coach sagte Lewandowski kürzlich dem ‘Focus‘: “Die Presse muss manchmal einfach was zu schreiben haben. Ich habe kein Problem, ich will natürlich jedes Spiel spielen. Wenn ich ein Tor schieße und wir gewinnen: Besser kann es nicht sein.“