„Ich hoffe, ich kann am Sonntag spielen“, sagte der Franzose nach einer angeblich 16 Injektionen umfassenden Spritzenkur noch im Stadion. Ein Ausfall des Flügelspielers gegen Bayer Leverkusen würde schwer wiegen. Bisher hatte er das lange Fehlen seines Partners Robben, dessen ominöse Gedanken an Karriereende man laut Heynckes „nicht ernst nehmen“ dürfe, überragend kompensiert.
Als „Mehmet-Scholl-Sieg“ bezeichnete Müller den Erfolg gegen den Tabellenelften der französischen Liga und erlaubte sich damit einen kleinen Seitenhieb gegen den ehemaligen Bayern-Spieler Scholl. Der TV-Experte hatte den Mittelfeldspieler nach dem knappen 2:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich vor einigen Wochen für seine beschönigenden Aussagen kritisiert. Müller versuchte sich dieses Mal aber lieber selbst im Austeilen. Angesprochen auf Schweinsteigers spottende Worte sagte der Mann des Tages nur lachend: „Der hat wohl noch nie einen Elfer gesehen, der reingeht.“ Schweinsteiger hatte gegen Chelsea den entscheidenden Strafstoß vergeben.