Fußball
München –
Die Bayern schießen den HSV (9:2), Bremen, Stuttgart (je 6:1) oder Hannover (5:0) aus ihrem Stadion – und dies oft nicht mal in Bestbesetzung. Dortmund gewinnt zum Beispiel mit 6:1 bei überforderten Fürthern. Der BVB und vor allem der FC Bayern dominieren die Liga nach Belieben. Wird ihre Dominanz zu groß, wird die Bundesliga deshalb langweilig? Das befürchtet Uli Hoeneß!
Bayerns Präsident schlägt Alarm! Hoeneß will gemeinsam mit Rivale Dortmund einer zu großen Dominanz der beiden Champions-League-Halbfinalisten entgegenwirken. „Es gibt ein großes Leistungsgefälle in der Liga. Das kann uns nicht recht sein. Wir müssen analysieren, warum das so ist“, sagte Hoeneß dem „Kicker“.
Der Vereinschef des Rekordmeisters will nach der Saison gemeinsam mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Lösungsvorschläge erarbeiten. Hoeneß: „Wir sehen Handlungsbedarf. Es kann auf Dauer nicht sein, dass solche Ergebnisse zustande kommen.“
Die Bayern wurden in diesem Jahr der früheste Meister der Liga-Historie und streben dem Triple entgegen. Sie haben sogar schier unglaubliche 28 Punkte Vorsprung vor dem Dritten Leverkusen! Der BVB erreichte nach zwei Meistertiteln in diesem Jahr wie die Münchner das Halbfinale der Champions League.
Die Sorge ist, dass in der Bundesliga spanische Verhältnisse Einzug halten. In der Primera Division machen seit Jahren der FC Barcelona und Real Madrid den Titel unter sich aus, die Konkurrenz ist praktisch chancenlos.
Wie Hoeneß die Situation in der Bundesliga konkret verbessern will, dazu machte der Bayern-Boss noch keine Vorschläge. Liga-Präsident Reinhard Rauball sieht die Bundesliga noch nicht auf dem Weg in spanische Verhältnisse. „Natürlich gibt es derzeit ein erhebliches Gefälle mit Blick auf die Tabelle. Dennoch sollte man nicht dramatisieren“, sagte Rauball, der auch BVB-Präsident ist.
Der Hoeneß-Alarm: Auch wenn der 61-Jährige noch keine Lösungen präsentierte, erreichte der Streitbare mal wieder eines: Man diskutiert über seine Aussagen.