Streiks gibt es demnach in Augsburg, Amberg, Bayreuth, Freising, Landshut, München, Rosenheim, Starnberg, Straubing, Regensburg und Würzburg. Dort werden eingehende Sendungen nicht sortiert. Zudem legen heute früh Zusteller in 50 bayerischen Orten die Arbeit nieder. Lediglich die verbeamteten Mitarbeiter in den Zustellstützpunkten arbeiten. Betroffen ist unter anderem die Brief- und Paketzustellung in Memmingen, Bayreuth, Weiden, Rothenburg und Amberg. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi werden bis zu 85 Prozent der Postsendungen heute nicht zugestellt.
Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten und Tarifbindung
Im Tarifkonflikt geht es um die Forderung der Gewerkschaft nach kürzeren Arbeitszeiten ohne Lohnkürzung. Zudem streiten Verdi und der Konzern über die neuen Zustellgesellschaften, in denen nicht nach Haustarif bezahlt wird. Seit März 2015 laufen die Verhandlungen zwischen der Deutschen Post AG und der Gewerkschaft ver.di statt. ver.di fordert die Verkürzung der Arbeitszeit auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Deutsche Post AG habe laut ver.di auch in der dritten Verhandlungsrunde noch kein akzeptables Angebot vorgelegt. Zugespitzt ist der Tarifkonflikt auch durch den Druck des Vertrags zum Schutz zur Fremdvergabe durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag. Hier ist eine Klage vor dem Arbeitsgericht Bonn auf Unterlassung eingereicht. Weiterverhandelt wird am 8. und 9. Mai in Berlin.