Die Angst vor Benachteiligung

Die Frankenfahne mit dem fränkischen Rechen . Foto:Schamberger/dpa

Die Frankenfahne mit dem fränkischen Rechen . Foto:Schamberger/dpa

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Von Klaus Tscharnke, dpa

Nürnberg. Auf einmal zeigt selbst die Bayernpartei ein Herz für Franken. Seit Wochen wirbt die urbayerische Partei mit dem rotgezackten „Frankenrechen“ – wenn auch auf weiß-blauer Rautenfahne. Und damit erst gar kein Missverständnis aufkommt, heißt es darunter: „Mia san Frangg’n“.

Wer die Frankenseele kennt, den wundert das nicht. Denn wer im Norden Bayerns bei der Landtagswahl bei den Wählern punkten will, muss vor allem beweisen: Dass er Politik für Franken macht. Das Versprechen, Bayern gut zu regieren, reicht hier längst nicht mehr.beweisen: Dass er Politik für Franken macht. Das Versprechen, Bayern gut zu regieren, reicht hier längst nicht mehr.

Der Ärger mancher Bürger über die angebliche Benachteiligung Nordbayerns durch die „Münchner Zentralregierung“ prägt den Landtagswahlkampf 2013 wie kaum einen zuvor – und treibt bisweilen seltsame Blüten.

Zumindest Finanzminister Markus Söder (CSU) scheint die eigentümliche Befindlichkeit seiner fränkischen Mitbürger längst erkannt zu haben. Seit Monaten zieht er durch Nordbayern – und versucht den Mythos vom benachteiligten Franken mit tiefen Griffen in die Freistaatskasse zu widerlegen.

Viel Geld für Nürnberg

Am meisten hat davon seine Heimatstadt Nürnberg profitiert: Die darf sich etwa über eine üppige Förderung beim Ausbau ihres Frankenschnellwegs freuen: Von 450 Millionen Euro Baukosten will die Staatsregierung 400 Millionen übernehmen – weit mehr als Nürnberg erhofft hatte.

Mit einem großzügigen Zuschuss ermöglichte der CSU-Politiker außerdem einen Ausbau der Cadolzburg im Landkreis Fürth und ließ die Nürnberger Kaiserburg mit Freistaat-Millionen runderneuern. Und er versprach etwa 3,6 Millionen Euro für die Sanierung der Nürnberger Oper. Spätestens als er Ende März den Nürnbergern eine künstliche Surferwelle auf der Pegnitz für 250 000 Euro zusagte, fragte sich mancher Bürger, ob solche Freigebigkeit nicht vielleicht etwas mit der Landtagswahl zu tun haben könnte.

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