Die Abrechnung

Die AbrechnungARTIKEL VOM 22.02.2015

Die Abrechnung

Sebastian Frankenberger (33) wurde im November 2014 als Bundesvorsitzender der ÖDP abgewählt. (Foto: Archiv)

von SEBASTIAN DAIMINGER
Passau – Sebastian Frankenberger (33) erklärte am Donnerstag offiziell seinen Parteiaustritt bei der ÖDP. In einem „Abschiedsbrief“ an den Bundesvorstand rechnet er mit seinen ehemaligen Parteikollegen ab.
Ein ganz „ausschlaggebender Punkt“ für Frankenbergers Abkehr von der Partei sei die Mail eines Mitglieds des bayerischen Landesvorstands vor zwei Wochen gewesen. Darin wurde Frankenberger offenbar aufgefordert, Geld an die ÖDP zurückzuzahlen, da er als Bundesvorsitzender zuviel verdient habe und ihm dies nicht zugestanden hätte.
Den letzten Parteitag bezeichnet Frankenberger in seinem Schreiben als „unsäglich“. Die Kandidatendiskussion sei unfair, unsachlich und „unter der Gürtellinie“ verlaufen. Frankenberger habe sich nach seiner Abwahl öffentlich zurückgehalten. „Trotzdem geht anscheinend das Mobbing der letzten Jahre auf unmöglichem Niveau weiter“, so Frankenberger wörtlich. Ein neues Mitglied des Bundesvorstands habe ihm sogar eine Persönlichkeitsstörung unterstellt. Dagegen möchte Frankenberger nun mit seinem Anwalt juristisch vorgehen. Der Parteiaustritt sei auch ein Schritt zum Schutz gegen solche internen Anfeindungen. „Ich will auch nicht länger als Sündenbock für die Probleme der Partei herhalten“, raunzt Frankenberger. Nun müssten sich andere dieser Verantwortung stellen. Die anstehende Übergabe seiner Aufgaben will er dennoch „sachlich abschließen“.
Und Frankenberger erklärt einen zweiten Rücktritt: Er tritt vom Verein „Mehr Demokratie“ aus dem bayerischen Landesvorstand zurück, um Berührungspunkte mit der ÖDP künftig zu vermeiden. Aus der deutschen Politik will er sich vorerst komplett zurückziehen und stattdessen auf seine Tätigkeit als Fremdenführer – vor allem in Österreich – konzentrieren.

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