AUFTRETEN
Mayrhofer gibt sich volksnah. Schon bei seinen Testspielbesuchen in der Vorbereitung wirkte der 51-Jährige lässig, cool, nie abgehoben. Er kam auch nicht im Anzug auf die Sportplätze, sondern in Jeans, modischer Trainingsjacke, Löwen-Schal um den Hals. Mayrhofer will den Anhängern zeigen: Ich bin einer von euch. „Mayrhofer hat ein sehr selbstsicheres, aber keinesfalls arrogantes Auftreten“, meint Herbert Bergmaier, Vorsitzender von Pro1860.
GLAUBWÜRDIGKEIT
„Wenn Mayrhofer den Mund aufmacht hat man das Gefühl, dass er weiß, wovon er spricht. Er trifft immer den richtigen Ton, ist ein gestandenes Mannsbild und passt damit auch gut zu den Löwen”, glaubt Vonavka. Und der Pro1860-Vorsitzende Bergmaier ergänzt: „Er hat in seiner Rede nichts Neues erzählt – all das hat Mayrhofer in den vergangenen Wochen ja schon einmal gesagt. Aber genau das macht ihn so glaubwürdig, diese Konstanz. Außerdem sagt er auch Dinge, die nicht jedem so gut gefallen. Er vertritt seine Meinung, redet keinem nach dem Mund.“
In seiner Antrittsrede preschte Mayrhofer ja schon einmal mächtig vor: „Ich fordere alle, die ganz vorne stehen, auf, ihre Leistungsbilanz für den TSV 1860 sehr kritisch zu überprüfen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen“, sagte der neue Löwen-Präsident. Und weiter: „Wenn ihr jetzt alle sagt, der Mayrhofer erzählt das, was wir so oft gehört haben. Mag sein, aber vielleicht meint er es jetzt auch so.“
TEAM
Für Vonavka ist klar, dass dieses Wahlergebnis der Erfolg seines gesamten Teams ist. „Die beiden Vizepräsidenten Erik Altmann und Heinz Schmidt haben den Vorteil, dass sie keine Einarbeitungszeit benötigen. Altmann ist Vize-Abteilungsleiter, kennt die Strukturen des Vereins sehr gut. Und Schmidt hat als kommissarischer Vizepräsident die Geschäfte in den vergangenen Wochen fast alleine geregelt“, meint der Pro1860-Sprecher, „Das Gesamtpaket hat gestimmt.” Das sieht auch Kult-Fan Hell so. „Vizepräsident Peter Helfer ist einer von uns, er kann ein Bindeglied zwischen Fans und dem sein.”