Im April vergangenen Jahres gab der FC Bayern die Verpflichtung von Sebastian Rode bekannt. Der zu diesem Zeitpunkt 23-Jährige unterschrieb an der Säbener Straße einen Vierjahresvertrag. Unverständnis über die Entscheidung des Defensivmotors von Eintracht Frankfurt, und auch über die des Rekordmeisters folgte. Namen wie Tobias Rau, Ali Karimi oder Jan Schlaudraff schwirrten in der Folge hier und da durch die Medien. Insbesondere als die Bayern dann im Sommer noch den Transfer von Xabi Alonso nach München bekanntgaben, kamen bei hiesigen Experten Zweifel ob der Sinnigkeit des Rode-Transfers auf.
Doch der dynamische Mittelfeldarbeiter belehrte seine Kritiker eines Besseren. Zwar setzte er sich im Starensemble nicht als Stammspieler durch – was fraglos auch niemand erwartet hatte – dennoch bekam der 24-Jährige regelmäßig seine Einsätze. 33 waren es an der Zahl, in denen er dreimal traf und fünf Treffer vorbereitete. Und auch qualitativ fiel Rode an der Seite zahlreicher Welt- und Europameister nicht ab. Dennoch – den Status als Reservist wird er beim Deutschen Meister wohl auch in Zukunft kaum ablegen können.
Ähnlich sieht das wohl auch Bayer Leverkusen, das zuletzt bereits wegen einer Ausleihe des ehemaligen U21-Nationalspielers anfragte. Rode wolle sich aber in München durchsetzen, hieß es. Davon unbeeindruckt zeigt sich der VfL Wolfsburg. Wie die ‚Wolfsburger Allgemeine Zeitung‘ berichtet, soll der 24-Jährige ein Thema bei den ‚Wölfen‘ sein, die auf der Suche nach einem Sechser sind.
Demzufolge wird Rode in Beraterkreisen mit den Niedersachsen in Verbindung gebracht. Zuletzt suchte der VfL aber vor allem nach einer spielerisch stärkeren Lösung für die Mittelfeldzentrale. Rode würde womöglich zu sehr den Typen Luiz Gustavo und Josuha Guilavogui ähneln. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich das kolportierte Interesse aus Wolfsburg entwickelt.