Das teuerste Modell liegt bei 149,95 Euro. Der Klub hat noch viel mehr zu bieten: Rotwein, Gartenzwerge, Hundenäpfe, Quietscheenten, Schultüten, Schnuller – was Platz hat für ein Bayern-Logo, wird feilgeboten. Fans können ihr Geld auf einem FC-Bayern-Konto arbeiten lassen, bei dem die Zinsen mit der Zahl der Tore steigen, oder mit FC-Bayern-Tours in den Urlaub fliegen.
Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich ist der FC Bayern längst das Maß der Dinge in Deutschland. Der Klub ist durchkommerzialisiert wie sonst keiner, eine Geldmaschine. Das legt die Basis für weitere Erfolge auf dem Platz – und für eine Vormachtstellung auf Jahre. Selbst wenn Uli Hoeneß, der Macher hinter den Millionen, an diesem Montag vom Aufsichtsrat signalisiert bekommen sollte, dass seine Zeit an der Klubspitze abläuft.
373 Millionen Euro haben die Bayern eingenommen
Dabei macht der Verkauf von Fanartikeln nicht einmal ein Sechstel des Gesamtumsatzes aus. 373 Millionen Euro haben die Bayern 2011/2012 eingenommen, dieses Jahr dürften sie die 400-Millionen-Grenze reißen. „Es ist davon auszugehen, dass der Klub auch in diesem Jahr in allen Kategorien Wachstum erzielen wird“, sagt Jan Kremer, Sportexperte bei der Beratungsfirma Deloitte. Borussia Dortmund, die nationale Nummer zwei, kommt nicht mal auf halb so viel Erlös. International sind die Bayern hinter Real Madrid, Barcelona und Manchester United der potenteste Klub. Die Konkurrenz resigniert. „Ein Rennen gegen die Bayern kann man nur verlieren“, heißt es in der Führungsetage eines Wettbewerbers.