Champions League – Taktik-Check: Peps geheimer Matchwinner

Es gibt nicht viele Spiele, in denen der FC Bayern in dieser Spielzeit wirklich schlecht gespielt hat. Neben dem Supercup-Finale gegen den BVB und den beiden Auftritten gegen Schalke ist vor allem der Rückrundenauftakt in Wolfsburg (LINK) zu nennen. Auffällig dabei: In all diesen Begegnungen fehlte Rafinha. Der Brasilianer spielt in der Philosophie von Pep Guardiola eine wichtige Rolle – und ist rechtzeitig zum Auftakt der K.o.-Spiele wieder fit.

Der “falsche” Außenverteidiger

Doch was macht den Brasilianer, der bis zum Amtsantritt Guardiolas stets Reservist war, so besonders? Rafinha ist kein “klassischer” Außenverteidiger, der seinen Vordermann zehn Mal pro Spiel hinterläuft.

Guardiola kennt die Stärken des ehemaligen Schalkers: Technik, Übersicht und Spielverständnis. Dementsprechend setzt der Katalane Rafinha auch ein.

Bei eigenem Ballbesitz rückt der 29-Jährige nicht nach vorne, sondern sucht den Weg in den Sechserraum der Bayern. Dort unterstützt er Bastian Schweinsteiger – oder in weiten Teilen der Hinrunde Xabi Alonso – im Spielaufbau.

Dominanz und Balance im Zentrum

“Wir müssen die Organisationsstruktur des Gegners durcheinanderbringen. Immer. Das ist unser Ziel”, sagte Pep Guardiola zu eurosport.yahoo.de-Experte Marti Perarnau. Die Rolle von Rafinha ist ein Musterbeispiel für die Maßnahmen, die sich der FCB-Coach dafür überlegt.

Durch diese ungewöhnliche Positionierung stellt Rafinha seinen nominellen Gegenspieler immer wieder vor eine schwierige Entscheidung. Verfolgt der gegnerische Linksaußen den Brasilianer nicht in die Mitte, gelangt Bayern dort schnell in Überzahl und kann den Ball problemlos zirkulieren lassen.

Positiver Nebeneffekt dabei: Nach Ballverlusten stehen die Münchener im Zentrum sehr kompakt, die Wege ins Gegenpressing sind kürzer. Dies verringert wiederum die Konteranfälligkeit, die Guardiola vor dem Achtelfinalhinspiel in der Champions League gegen Schachtjor Donezk unbedingt verringern will.

Befreiung der Künstler

Doch was passiert, wenn der gegnerische Linksaußen sich auf Rafinhas Manöver einstellt und ihn ins Zentrum verfolgt? Geschieht dies, öffnet sich so automatisch der Passweg auf Arjen Robben.

Dieser steht in solchen Szenen alleine gegen den gegnerischen Rechtsverteidiger – und wozu das führen kann, hat das Schützenfest gegen den HSV gezeigt.

HSV-Linksaußen Marcell Jansen wurde durch Rafinhas clevere Positionierung davon abgehalten, Marcos beim Doppeln von Robben zu unterstützen. Der Niederländer bestrafte dies mit zwei Toren und acht erfolgreichen Dribblings. FC Bayern – von wegen chancenlos

Gerade in der Champions League, in der es in engen Spielen oft auf individuelle Glanzmomente ankommt, kann dieses taktische Mittel entscheidend sein. Dementsprechend genau wird Donezks Trainer Mircea Lucescu hingeschaut haben. Ob er eine Lösung für diese Herausforderung findet, dürfte für den Spannungsgrad dieser Achtelfinalpaarung von erheblicher Bedeutung sein.

VIDEO: Biograph sicher: Schweinsteiger verlässt Bayern

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