Bundesliga – Ribéry: Das Kunstwerk bin ich!

Natürlich hat der 30-Jährige nicht zuletzt durch den französischen WM-Skandal von “Knysna” an seinem zweifelhaften Bild in der Heimat selbst ordentlich mitgepinselt.

Die Rolle des alleinigen Sündenbocks, in die er lange Zeit gedrängt wurde, verfälschte allerdings die Gesamtbetrachtung doch erheblich.

Ribéry kam damit allerdings klar, obwohl er doch als hochsensibel gilt. Der Grund lag und liegt in seiner Wahlheimat München. Hier genießt er Heldenstatus, wird mit bajuwarischer Bescheidenheit als “König Franck” verehrt.

Ribéry ist Publikumsliebling

In donnerndem Stakkato hallt sein Name durch die Münchner Arena, wenn er einmal mehr die gegnerischen Abwehrreihen auf spektakuläre Weise mit dem schier Unmöglichen konfrontiert: ihn zu stoppen.

261 Mal trug er das Trikot des FC Bayern München in Pflichtspielen, erzielte 92 Tore und legte 134 weitere Treffer auf.

Ein bemerkenswerter Leistungsnachweis, der den Münchner Künstler Helmut Lutter dazu bewog, dem 1,70 Meter großen “König Franck” im Rahmen der Ausstellung “ArtConsult” ein wuchtiges Denkmal zu setzen.

Drei auf zwei Meter misst das 3D-Metall-Relief, welches Ribéry im Hermelin-besetzten Königsmantel zeigt. Eine Anlehnung an Ludwig II., den Märchenkönig.

Liebe und Gegenliebe

Die Bayern lieben ihren “Kini” und die Münchner lieben ihren Ribéry, auch weil dieser die Zuneigung erwidert: “Ich liebe München und ich glaube, München liebt mich auch”, erklärte er bei der Präsentation. Das königliche Kunstwerk findet der Franzose schlichtweg “unfassbar. Ich bin total begeistert, das ist echt sensationell!”

Von Kunst habe er zwar keine Ahnung, “ich kann nur Fußballspielen”, witzelt der technisch hochveranlagte Flügelspieler, bei dem sich das banale “Fußballspielen” aber durchaus zur Kunstform entwickeln kann.

Das Denkmal sei jedenfalls eine “große Ehre”, erklärt Ribéry, der dies mittlerweile auch über seine Anstellung an der Isar behauptet und jegliche frühere Abwanderungsgedanken längst vom Tisch gewischt hat. Sein persönliches Tal der Tränen durch den Liebesentzug des Knigge-Puristen Louis van Gaal hat er hinter sich gelassen.

Rückkehr aus dem Lazarett

Unter Jupp Heynckes blühte er wieder auf, weil er jene Wertschätzung erfuhr, die er benötigt und auch für selbstverständlich hält. Unter Pep Guardiola hat sich daran nichts geändert. Bis zu seiner OP am verlängerten Rückgrat, die ihn Anfang Februar ausbremste, hatte der Dribbler groß aufgespielt.

Guardiola sei “ein großer Trainer, er gibt uns sehr viel Vertrauen”, erklärt er und ergänzt, was für seine persönliche Motivation unabdingbar ist: “Ich bin mit ihm sehr, sehr glücklich.”

Seine Verletzung hat der 30-Jährige mittlerweile auskuriert. “Das Team fehlt mir schon. Ich fühle mich jetzt gut.” Für einen Einsatz mit Frankreich im Testpiel gegen die Niederlande steht er bereit.

Gegen Wolfsburg dürfte Guardiola “König Franck” deshalb auch wieder in den Kader berufen. Gute Aussichten für das Rückspiel gegen den FC Arsenal.

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