Bruno Labbadia sprachlos vor Wut – Reutlinger General

VON CHRISTOPH FISCHER

STUTTGART. Es war die schlechteste Rückrunde in der Bundesliga-Geschichte des VfB Stuttgart. Und Trainer Bruno Labbadia, der 2009 mit Bayer Leverkusen schon einmal eine desaströse Rückserie hinlegte und schon vor dem Pokalfinale gegen Werder Bremen (0:1) seine Demission vorbereitete, hätte nach dem 2:2 (2:2) gegen den FSV Mainz 05 am liebsten gar nichts mehr gesagt. Er werde erst mit der Mannschaft sprechen, meinte der Cheftrainer lediglich. Und an seinem Gesicht war der bevorstehende Wutausbruch abzulesen.

In dieser Verfassung wird der VfB im Pokalendspiel gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern chancenlos untergehen. Enttäuschend in der Defensive, ideenlos in der Offensive, da besteht wirklich wenig Hoffnung. Weiß auch Bruno Labbadia.

Für den sprachlosen Trainer übernahm Fredi Bobic, wortgewandt wie stets, die Argumentation. »Natürlich war das kein Spiel für die Geschichtsbücher, aber das war ja auch nicht zu erwarten. Das Pokalfinale wird eine ganz andere Geschichte.« Und dass die enttäuschenden Stuttgarter Profis da ganz anders auftreten werden, nennt Bobic »absolut sicher«. »Gespräche auf der Couch« seien auch nicht notwendig, weil »jeder genau weiß, was im Pokalfinale auf dem Spiel steht«. In Berlin geht es darum, ob die 50. Jubiläumssaison für die Stuttgarter noch zu retten ist oder nicht.

Labbadia gab der Mannschaft erst einmal drei Tage frei. Vermutlich lag das aber nicht daran, dass diese Mannschaft dringenden Erholungsbedarf verspürte, sondern daran, dass der Trainer seine Strategen einfach nicht mehr sehen wollte. Chinedu Ede sorgte für die Mainzer Führung (16.), ein Eigentor von Torhüter Christian Wetklo (22.) sorgte für den Ausgleich, Arthur Boka (33.) besorgte die VfB-Führung und Nicolai Müller das 2:2 (42.). Christian Gentner nannte die Vorstellung »unbefriedigend«, was eine gigantische Untertreibung war. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Schiedsrichter Michael Weiner einem klaren Tor von Vedad Ibisevic die Anerkennung, aus welchen Gründen auch immer, verweigerte (58.).

Selbst Torwart Sven Ulreich leistete sich Unsicherheiten: »Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison, gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften rufen wir unser Können nicht ab.« Labbadia wird viel zu tun haben. Und im Test beim Oberligisten SSV Reutlingen am Samstag (14.30 Uhr) wird man vielleicht schon sehen können, ob der Trainer die richtigen Weichen stellt. (GEA)

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