„Das ist eine Möglichkeit für diesen Super-Super-Verein. Wenn das passieren soll, muss man ein gutes Spiel machen. Für den Verein ist es gut, für die Mannschaft ist einfach das Gewinnen wichtig“, betonte Trainer Josep „Pep“ Guardiola.
Heynckes legte den Grundstein
Seit dem 3. November 2012 und einem Sieg ausgerechnet beim HSV läuft die Erfolgsserie der Münchner, die zuletzt am 28. Oktober 2012 zu Hause gegen Bayer Leverkusen unterlagen. 35 Ligaspiele haben die Triple-Sieger danach nicht mehr verloren. „Der Rekord passiert, weil Jupp Heynckes eine unglaubliche Leistung mit diesen Spielern gebracht hat, weil diese Spieler eine unglaubliche Mentalität und Qualität haben“, erinnerte Guardiola am Freitag an die Verdienste seines Vorgängers. Als Ernst Happel Anfang der 1980er Jahre mit den Hamburgern die Erfolgsbilanz von 36 Begegnungen ohne Niederlage nacheinander hingelegt hatte, kickte der kleine „Pep“ noch für Gimnastic de Manresa.
AP/Wolfgang Rattay
Ernst Happels Serie mit Hamburg ist bis jetzt noch unerreicht
Rekord hin oder her, Guardiola will in Hoffenheim einfach einen guten Auftritt seines beim 3:2 gegen Hertha BSC in Bedrängnis geratenen Ensembles sehen. Die Woche ohne Spiel habe dem Team gutgetan, erklärte der 42-Jährige. Über die Zahlenspielerei mochte der Spanier nicht viel reden, auch für Alaba hat die Serie keine große Bedeutung. „Natürlich bekommt man es mit, dass wir den Rekord einstellen können, aber damit beschäftige ich mich nicht speziell. Wir wollen gewinnen, doch vor allem wegen der drei Punkte und nicht wegen des Rekords“, sagte Österreichs frischgebackener Sportler des Jahres.
Gegenseitige Lobpreisungen
Personell könnte sich einiges in der Münchner Startformation tun. Arjen Robben und Toni Kroos sind nach ihren Adduktorenproblemen auf dem Weg der Besserung, aber wohl noch nicht hundertprozentig fit. Abwehrchef Dante darf nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining auf einen Platz in der Startelf hoffen. Ebenso wie Mario Götze: „Er ist bereit, von Anfang an zu spielen“, sagte Guardiola und warnte vor den Hoffenheimern. „Sie sind die beste Offensivmannschaft in diesem Jahr bis jetzt, eine Mannschaft mit einer Offensivmentalität. Sie haben 25 Tore gemacht. Das bedeutet, sie sind eine gute Mannschaft.“
Bei den Hoffenheimern wurde derweil die hohe Qualität des Champions-League-Siegers gelobt. „Ich will die Bayern nicht zu sehr in den Himmel loben. Aber wahrscheinlich ist das zurzeit die beste Mannschaft der Welt“, erklärte 1899-Coach Markus Gisdol vor dem Spiel gegen die beste Abwehr der Bundesliga. „Wenn man gegen Bayern spielt, wird immer Weltklasse auf dem Platz stehen. Da ist es egal, für wen sich Guardiola letztlich entscheidet.“
Rückkehr an die Stätte des Phantomtors
Erstmals seit dem Phantomtor-Skandal, als Stefan Kießling mit dem Kopf nicht ins Tor traf, der Ball aber über das löchrige Außennetz trotzdem in demselben landete, wird wieder in der Rhein-Neckar-Arena gespielt. Dass die Tornetze anders als bei der Niederlage gegen Leverkusen in Ordnung sein werden, daran hat keiner Zweifel. „Ich bin sicher, die Netze werden in Ordnung sein“, sagte Hoffenheim-Coach Gisdol. Guardiola pflichtete bei: „Das passiert einmal im Leben. Ich bin sicher, dass das nicht noch einmal passiert.“
Prödl fehlt bei Bremen
Nürnberg tritt mit Emanuel Pogatetz am Samstag daheim gegen Freiburg an, Mönchengladbach (Martin Stranzl) gastiert beim Hamburger SV, Schalke (Christian Fuchs) bei Hertha BSC.
Am Sonntag bekommt es Augsburg (Alexander Manninger, Raphael Holzhauser) vor eigenem Publikum mit dem FSV Mainz zu tun, der auf den verletzten Julian Baumgartlinger verzichten muss. Werder Bremen kämpft mit Zlatko Junuzovic, aber ohne den verletzten Sebastian Prödl im Weser-Stadion gegen Hannover um Punktezuwachs.
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Publiziert am 02.11.2013
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