Beim Duell im November 2013 eskalierte der Streit. Das Spiel gewann Alba mit 94:74, die Berliner Fans machten ihrem Ärger über den Ausverkauf Luft, indem sie ein Schaffartzik-Trikot an einem Kreuz aus zwei Stangen aufhängten. Die Stimmung in der Halle: feindselig wie nie. „Mit dem Spiel in Berlin ist eine Grenze überschritten worden“, schimpfte Marko Pesic damals. „Meines Wissens haben zum ersten Mal im deutschen Basketball Verantwortliche eines Vereins die Fans aufgefordert, den Gegner auszupfeifen.“
In der Finalserie um die deutsche Meisterschaft vor einem Jahr trafen sich beide Vereine dann wieder. Nach dem Sieg zur 2:1-Führung in der Serie schaltete sich Bayern-Trainer Svetislav Pesic ein, der lange geschwiegen hatte. Pesic hatte die Berliner von 1993-2000 trainiert und zu vier Meistertiteln in Folge geführt. Damals an seiner Seite: Baldi. „Ich habe ihn aufgebaut als Manager. Er hat von mir Basketball gelernt und gelernt, wie man gewinnt.“ Pesic forderte von seinem Ex-Weggefährten: „Er soll aufhören, eine Kampagne gegen mich und meinen Verein zu führen. Er soll aufhören, Ausreden zu finden, wenn Alba verliert. Es reicht!“
Die Worte wirkten, Baldi lenkte ein: „Was ich ihm zu sagen habe, das werde ich ihm direkt und persönlich sagen, wenn er denn Lust dazu hat.“ Das darauffolgende Spiel gewannen die Bayern und feierten in Berlin den Titelgewinn. Einige Tage später begrub auch Svetislav Pesic das Kriegsbeil. „Die Geschichte mit Alba ist von meiner Seite aus beendet. Ich habe so gute Erinnerungen an Berlin, an Alba. Ich sehe Alba wie mein Baby.“ Seitdem herrscht weitgehend Ruhe, auch als die Bayern im Pokal-Viertelfinale gegen Alba rausflogen. Bleibt abzuwarten, ob das auch nach Spiel 1 der Halbfinalserie am Sonntag (17 Uhr, telekombasketball.de) so bleibt.