Bayern-Sieg in Hannover – Mit absurder Leichtigkeit

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Der FC Bayern gibt sich größte Mühe, die Causa Hoeneß zu ignorieren. Zumindest auf dem Platz gelingt das: Die Münchner setzen ihre Rekordsaison munter fort und gewinnen auch in dieser Höhe verdient mit 6:1 in Hannover. Es könnte keinen besseren Zeitpunkt für das Kräftemessen mit Barcelona geben – zumindest sportlich.

Jupp Heynckes wirkte hochkonzentriert. Kein Lächeln, kein böser Blick. Nicht einmal die Frage nach dem Präsidenten konnte ihm den Fokus rauben.  “Nein”, sagte Heynckes ruhig, die Spekulationen um Uli Hoeneß belasteten seine Mannschaft nicht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien “die Sache des Präsidenten”, von niemandem anders. Dabei wollte es der Trainer bewenden lassen.

Der Samstag war kein leichter Tag für den FC Bayern, als in den Morgenstunden bekannt wurde, dass Vereinspräsident Hoeneß ins Visier der Steuerfahnder geraten ist. Hoeneß hatte sich selbst angezeigt, offenbar geht es um einen hohen Millionenbetrag. Was für den Menschen Hoeneß eine prekäre Lage ist, kommt auch für den Klub zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Am Dienstag empfangen die Bayern den FC Barcelona, das Champions-League-Halbfinale gegen das beste Team der Welt wird das größte und wichtigste Spiel der bisherigen Saison.

Hoeneß wollte in dieser Lage offenbar keine weitere Unruhe stiften, blieb dem Stadion in Hannover vorsorglich fern. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge wurde nicht gesichtet. Niemand sollte der Mannschaft vor dem großen Spiel die Konzentration rauben.

Umso befriedigender für Trainer Heynckes, dass die Mannschaft erneut einen konzentrierten Vortrag lieferte. Auch die Spieler des FC Bayern hatten die Neuigkeiten vor der Partie natürlich vernommen. Das 6:1 (3:0) gegen völlig überforderte Hannoveraner gelang den Münchnern mit absurder Leichtigkeit und war auch in dieser Höhe verdient.

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Franck Ribéry (23. Minute), Mario Gomez (40., 62.) und Claudio Pizarro (71., 86.) erzielten die Tore, unterstützt von einem Eigentor des Hannoveraners Lars Stindl (16.). Hannovers Trainer Mirko Slomka gestand später: “Die Bayern waren heute überragend. Wir haben im gesamten Defensivbereich keine Chance gehabt, den Bayern Paroli zu bieten.”

Die Münchner setzen ihre Rekordsaison damit munter fort. Sportlich könnte es keinen besseren Zeitpunkt für das Kräftemessen mit Barcelona geben.

Mit Blick auf den Champions-League-Kracher hatte Heynckes den Auftritt in Hannover generalstabsmäßig geplant – und der Plan ging auf. Ohne den einkalkulierten Sieg zu gefährden, konnte Heynckes wichtige Kräfte schonen. So verordnete er seiner Zentrale mit Schweinsteiger und Martínez eine Pause, brachte dafür Gustavo und Timoschtschuk. In der Abwehr setzte der sonst unverzichtbare Kapitän Lahm aus. Auch der Brasilianer Dante spielte nicht.

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