Nazigruß vor Schülern
Schulleiterin wünscht “Sieg Heil”
04.03.2014, 20:32 Uhr
| T-Online.de
Eine Schulleiterin in Bayern soll Schülern “Sieg Heil” zugerufen haben (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Der letzte Schultag vor den Faschingsferien, die Schüler einer bayerischen Realschulklasse haben Fahrzeuge für einen Wettbewerb gebastelt. Die Schulleiterin spricht einige Worte, wünscht den Schülern viel Glück – und “Sieg Heil”.
Schüler und Lehrer sind entsetzt: “Wie soll ich in Zukunft Nazi-Sprüche bei Schülern glaubwürdig unterbinden, wenn ihnen das unsere Chefin vormacht”, fragt ein Lehrer konsterniert.
Eklat beim Mausefallenrennen
Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, hatten sich die Schüler der siebten und achten Klasse sowie einige Lehrer zum sogenannten Mausefallenrennen versammelt. Bei diesem Wettbewerb erhalten die selbstgebastelten Fahrzeuge durch den Klappmechanismus der Falle ordentlich Anschub – am Ende gewinnt, wessen Gefährt am weitesten kommt.
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Die Pausenhalle ist voll, die Stimmung ausgelassen. Bis die Schulleiterin den Teilnehmern nicht nur viel Glück wünscht, sondern sie mit einem “Sieg Heil” anfeuert.
Inakzeptables Verhalten einer Pädagogin
Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitag an der staatlichen Realschule im bayerischen Weißenburg. Inzwischen beschäftigt sich das bayerische Bildungsministerium mit der Pädagogin. Die Äußerung sei “inakzeptabel” und “unverantwortlich”, heißt es. Ein Verhalten, das jemandem in dieser Position nie und nimmer passieren dürfe.
Für das Ministerium sei “die Nutzung von Formeln und Aussagen, die dem Nationalsozialismus entstammen oder diesen verherrlichen können, strikt abzulehnen”. Welche Konsequenzen der Schulleiterin drohen, sagt das Ministerium nicht, die Äußerung werde aber “Gegenstand einer rechtlichen Würdigung”, so die “Süddeutsche Zeitung”.
“Ich bin politisch eher grün”
Die Schulleiterin habe sich noch während der Veranstaltung entschuldigt, nachdem ihr die Wortwahl bewusst geworden sei, betont ein Sprecher des Ministeriums. Sie habe sich deutlich von jeglichem verfassungsfeindlichen Gedankengut und Tun distanziert und “der gesamten Schulfamilie” ein Gespräch angeboten.
“Ich bin politisch eher grün”, so zitiert das Blatt die Pädagogin, “mir ist das rausgerutscht und nun kann ich es leider nicht mehr rückgängig machen.” Sie sei “bei Bedarf” bereit, das Thema nach den Ferien mit Schülern und Lehrern noch einmal anzusprechen.
04.03.2014, 20:32 Uhr
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