Bayer 04 Leverkusen: Roger Schmidts Taktik – alles wie immer, nur besser

Vor Spielen gegen den FC Bayern München erwartet man von Trainern besondere taktische Schachzüge, ausgefallene Ideen und überraschende Personalentscheidungen, mit denen der Gegner dem Rekordmeister Paroli bieten will. Roger Schmidt hält es da anders. Vor dem Auftritt beim FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr) setzt Leverkusens Trainer auf Altbewährtes. “Wenn wir von unserem Spielsystem abrücken, geht es nur um die Höhe der Niederlage. Wir müssen das, was wir immer machen, noch besser und noch extremer machen”, sagte er gestern auf der Pressekonferenz.

In der Vorbereitung auf die kommende Saison hat er noch als Trainer bei Red Bull Salzburg gegen die Münchner gespielt und 3:0 gewonnen. Das brachte ihm Respekt ein. “Der neue Trainer hat uns letztes Jahr im Winter schon beeindruckt, als er noch bei Salzburg war”, sagte Bayern-Stürmer Thomas Müller bei Sport1. Damals überrannte Schmidts Team die Bayern mit einem überfallartigen Konterspiel, das vor allem über die Außenpositionen der Münchner Dreierkette Sorgen bereitete. Das Leverkusener System ist dem nicht unähnlich. Dass Bayern-Coach Pep Guardiola jetzt weiß, was ihn morgen erwartet, würde die Chancen für eine Überraschung aus Leverkusener Sicht aber nicht schmälern, wie Schmidt betont. “Es ist einfach, sich auf uns vorzubereiten, weil wir immer gleich spielen. Trotzdem sind die Mannschaften oft überrascht, weil es sich auf dem Platz doch anders anfühlt als auf Video.”

Ob Weltklassespieler wie Xabi Alonso sich von dem permanenten Anrennen der Werkself-Profis aus dem Konzept bringen lassen, bleibt abzuwarten. Doch Leverkusens Chance liegt wohl nur darin, den Gegner mit einer bis dato unbekannten Intensität zu überraschen. Dafür braucht Bayer einen Tag, an dem alles perfekt läuft und jeder Spieler ans Leistungsmaximum geht. “Wir müssen sprinten bis zum Gehtnichtmehr und attackieren bis zum Gehtnichtmehr”, nennt Schmidt das Rezept.

Vor etwa zwei Jahren ist es Leverkusen das letzte Mal gelungen, in München zu gewinnen. Damals besiegte die Werkself von Sami Hyypiä Jupp Heynckes’ Team mit 2:1. Seitdem hat Bayern München nur zwei von 72 Bundesligaspielen verloren, und das in Partien, in denen sie schon Meister waren und es um nichts mehr ging. Schmidt will es morgen zumindest über 90 Minuten schaffen, die Bayern zu ärgern. Ähnlich wie Pep Guardiola in der bayerischen Landeshauptstadt steht Schmidt für ein besonderes System, das er seiner Mannschaft mit auf den Weg gibt. Beide Spielideen sind erfolgreich – aber nur bedingt kopierbar. “Bayerns Spielsystem ist nicht prägend in der Bundesliga. So kann kein anderes Team spielen. Wir versuchen, andere Schwerpunkte zu setzen, eher wie Borussia Dortmund, und auf unsere Art Außergewöhnliches zu erreichen”, erklärte Schmidt.

Bei der Aufgabe, dem Rekordmeister die erste Niederlage der laufenden Saison beizubringen, können die angeschlagenen Ömer Toprak, Lars Bender und Stefan Kießling wohl mithelfen.

Quelle: RP

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