Bastian Schweinsteiger: Der Mann fürs Wesentliche

Bei Tests verhindert, bei der Pflicht an Bord: Bastian Schweinsteiger hat bei der deutschen Nationalmannschaft eine bemerkenswerte Serie hingelegt und ist mittlerweile der Mann fürs Wesentliche. Beim Saisonauftakt am Mittwoch in Kaiserslautern gegen Paraguay fehlt der Vize-Kapitän zum zwölften Mal in Folge bei einem Test-Länderspiel der DFB-Auswahl.

“Mir ist es wichtiger, wenn Bastian im September bei den wichtigen WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und die Färöer dabei und dann hoffentlich auch wieder voll fit ist”, sagte Bundestrainer Joachim Löw, der nach Rücksprache mit dem neuen Bayern-Coach Pep Guardiola auf eine Nominierung des 29-Jährigen für das Duell im Fritz-Walter-Stadion verzichtet hatte.

Schweinsteiger, der letztmals am 10. August 2011 beim 3:2 gegen Brasilien ein Freundschaftsspiel im DFB-Trikot absolviert hat, fehlte anschließend entweder wegen unterschiedlichen Verletzungen (Schlüsselbeinbruch/Außenbandriss) oder Terminüberschneidungen mit den Bayern (2x UEFA Champions-League-Finale, DFB-Pokalfinale) bei den Tests im Nationaltrikot.

Sorgen, dass seine Fehlzeiten sich auf seinen Stellenwert im DFB-Team auswirken, muss der Mittelfeldspieler aber nicht haben. Dass Schweinsteiger zum Bundesliga-Saisonstart gegen Mönchengladbach immerhin 73 Minuten auf dem Feld stand, er aber gegen Paraguay pausieren darf, ist nach Angaben von Löw kein Zugeständnis an den “emotionalen Leader”.

Vielmehr solle Schweinsteiger nach seiner Fußoperation am 3. Juni zunächst mal wieder in den Vollbesitz seiner Kräfte kommen, ehe er in den FIFA WM-Qualifikationsspielen im kommenden Monat wieder zum Einsatz kommt. Gegen die Faröer könnte Deutschlands Fussballer des Jahres am 10. September in Tórshavn sein 100. Länderspiel feiern.

Dass Schweinsteiger, der bei der UEFA EURO 2012 infolge einer langwierigen Fußverletzung nie sein Optimum erreichen konnte, hin und wieder eine Pause benötigt, scheint angesichts seines Mammutpensums aber nachvollziehbar. Europäischer Supercup, Bundesliga, UEFA Champions League, DFB-Pokal und FIFA Klub-Weltmeisterschaft mit den Bayern sorgen dafür, dass er und natürlich auch seine Nationalmannschaftskollegen beim Triple-Gewinner wieder um die 60 Saisonspiele absolvieren.

Dass Schweinsteiger bei den Bayern unter Guardiola infrage gestellt wird, oder Neuzgang Thiago ihm dort im neuen System den Rang ablaufen könnte, glaubt Löw nicht. “Selbstverständlich wird Bastian Schweinsteiger, wenn er hundertprozentig fit ist, bei Bayern immer einen Platz finden”, sagte Löw vor dem Paraguay-Spiel und begründete anschließend seine Zuversicht: “Weil er eine Leaderfigur ist und ein großartiger Stratege. Deswegen habe ich keine Sorge, dass er nicht spielt. Er wird eine wichtige Rolle spielen, bei den Bayern und bei der Nationalmannschaft.” Zudem habe Schweinsteiger als Stratege vor der Abwehr “eine überragende Saison gespielt”.

Dies unterstrich auch Guardiola nach einem Gespräch mit Löw. “Wir haben keinen Zweifel an seinen Qualitäten, er ist einer der besten Spieler der Welt”, betonte der Spanier, fügte aber auch hinzu: “Er war über einen Monat verletzt. Er braucht Zeit, um in eine gute Verfassung zu kommen.”

Schweinsteiger selbst, der am liebsten weiter auf der Sechs spielen möchte, hat seinem neuen Chef aber vorsichtshalber schon mal zu verstehen gegeben, dass er flexibel ist: “Ich kann auf allen drei zentralen Positionen im Mittelfeld spielen.”

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