„Mein Ziel ist es, die Mannschaft an ihre Grenzen zu führen. Wir werden intensiv spielen, mit Lust und Laune“, versprach der neue Basketball-Bundestrainer Frank Menz bei seiner Vorstellung am Donnerstag und kündigte an: „Wir wollen defensiv eines der besten Teams in Europa sein.“
Menz erhält einen unbefristeten Vertrag beim Deutschen Basketball Bund, wo er zuvor für das A2 und U20-Team zuständig war. Mit dem Nachwuchs erreichte er im vergangenen Jahr bei der EM in Spanien einen hervorragenden fünften Platz, zuletzt fungierte er bereits als Assistenztrainer des Nationalteams unter Pesic. „Er hat im Verband exzellente Aufbauarbeit geleistet. Unsere Vorstellungen liegen auf einer Wellenlänge. Frank ist etwas strenger als Pesic und fachlich sehr gut aufgestellt“, beschrieb DBB-Präsident Ingo Weiss den neuen Chefcoach.
Kontakt zu Nowitzki
Menz will nun zügig Kontakt mit den Nationalspielern und den Verantwortlichen der Bundesligavereine aufnehmen. Auch zu Superstar Dirk Nowitzki wird er einen Draht nach Übersee legen. „Ich werde horchen, wie seine Vorstellungen sind. Sowohl mittel- als auch langfristig“, kündigte Menz an.
Ob der neue Bundestrainer den NBA-Champion von 2011 noch einmal für die DBB-Auswahl begeistern kann, ist offen. Zuletzt hatte der am Knie verletzte Nowitzki betont, dass er sich eine Teilnahme an der Europameisterschaft 2013 nur schwer vorstellen kann. „Nowitzki spielt immer gerne für Deutschland, wenn es seine Gesundheit zulässt. Wir werden im Mai, Juni oder Juli darüber sprechen. Je nachdem, was bei Dallas passiert. Wenn er nicht bei der EM spielt, werden wir das akzeptieren und respektieren“, erklärte DBB-Chef Weiss.
„Prozess wird dauern“
Menz wird sich daher zunächst auf das vorhandene Personal konzentrieren. „Wir haben den Umbruch eingeleitet und sehr guten Nachwuchs in allen Altersklassen. Der Prozess wird eine Weile dauern, aber ich bin zuversichtlich“, sagte der Berliner und fügte hinzu: „Ich habe 22 Kandidaten für die zwölf Plätze im EM-Kader. Wir werden hart daran arbeiten, dass wir im kommenden Jahr eine gute Endrunde spielen.“