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Weil die heimische Liga fast entschieden ist, gilt beim FC Barcelona alle Konzentration dem Champions-League-Duell mit dem FC Bayern. Lionel Messi wird geschont und wohl erst gegen München wieder auflaufen. Große Sorgen plagen Barça in der Abwehr.
Auf dass niemand ins Zweifeln gerate, gar niemand. Der FC Barcelona und Real Madrid haben sich am Sonntag mit zwei Auswärtssiegen, mit zwei Demonstrationen mit je drei Treffern und keinem Gegentor in der spanischen Provinz, für die großen Aufgaben aufgemuntert, die da noch kommen – auf europäischer Bühne, gegen Bayern München und Borussia Dortmund in den Halbfinals der Champions League. Man wollte den deutschen Gegnern, die ja auch ein torreiches Wochenende begangen hatten, nicht nachstehen.
Diesen europäischen Königsduellen gilt nun alle Aufmerksamkeit, alle Debattierwut, alle Passion. Zumal die spanische Meisterschaft eigentlich schon entschieden ist. Sieben Spieltage vor Saisonende führt Barça mit 13 Punkten Vorsprung auf Verfolger Real, braucht also nur noch drei Siege. Sofern die Madrilenen nie patzen. Sonst braucht es noch weniger. Viel kann also nicht mehr passieren.
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Und so traten die Katalanen denn auch auf in Saragossa – selbstsicher, furchtlos, mit vielen Reservisten. Aus der Stammelf spielten nur Torhüter Victor Valdés, Dani Alves und Xavi Hernández. Alle anderen, die Müden und die mehr oder weniger Lädierten, pausierten: Lionel Messi, Andrés Iniesta und Sergio Busquets reisten erst gar nicht mit.
So blieb ein Aufgebot von jungen Spielern, die zwar in Barcelona jeder kennt, weil sie hier sportlich heranwuchsen, in der Fremde aber noch weitgehend unbekannt sind: die Verteidiger Martín Montoya und Marc Bartra, der kreative Mittelfeldspieler Thiago Alcántara, der schnelle linke Flügelstürmer Cristian Tello – alle um die 21 Jahre jung. Man nennt sie “Generation 91”, die Nachrücker. Gegen Real Saragossa legten sie die mittlere Reife ab.
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