Auch Arbeitskollege Robert Lewandowski (16 Ligatreffer) wird in der Liga heuer wohl nicht mehr so oft vorstellig werden. Im Luftduell mit BVB-Torwart Mitch Langerak, der sich mittlerweile per SMS bei seinem ehemaligen Mitspieler entschuldigt hat, erlitt der Torjäger einen Bruch des Oberkiefers und des Nasenbeins, dazu eine Gehirnerschütterung. Halbfinaleinsatz gegen Barça stark gefährdet. „Es sind noch ein paar Tage bis zum Spiel im Camp Nou. Ich hoffe wirklich, dass ich spielen kann“, sagte Lewandowski. Will sagen: Die Königsklasse hat ganz klar Vorrang vor der Bundesliga. Bayern-Coach Pep Guardiola wird ihm so viel Ruhe wie möglich geben, also eher wenig bis gar keine Schichten in der Liga, so dass er seinen Torjägertitel aus dem Vorjahr (20 Treffer) wohl nicht verteidigen kann.
Und wer könnte Alex Meier noch gefährlich werden? Womöglich Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang. 14 Tore hat er bislang auf seinem Bundesliga-Konto, zudem drei in der Champions League und vier im DFB-Pokal, darunter den für Bayern so schmerzlichen Ausgleich zum 1:1 am Dienstag. Angesichts von Dortmunds jüngstem Lauf (drei Siege in Serie) ist dem Gabuner durchaus noch der ein oder andere Treffer zuzutrauen.
Mit 13 Saisontoren folgen der Bremer Franco di Santo, Wolfsburg-Torjäger Bas Dost und ein gewisser Thomas Müller. Der Elfmeterschütze Nummer eins des FC Bayern führt mit 13 Toren und 15 Assists gemeinsam mit dem Wolfsburger Spielmacher Kevin de Bruyne (10 Tore, 18 Assists) zwar die Scorer-Liste der Liga an, war auch schon mal WM-Torjäger, aber noch nie Torschützenkönig in der Liga. Und wer Müllers Ehrgeiz kennt, weiß, dass er sich gewaltig ins Zeug legen wird, damit die Torjägerkanone mal wieder ein Müller vom FC Bayern gewinnt. Ist auch schon wieder 37 Jahre her.
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