München. Auf David Alaba wartet am Dienstag (20.45 Uhr/live Puls 4) ein großes Highlight in seiner noch jungen Karriere. Der 20-Jährige trifft mit dem FC Bayern in der Allianz Arena im Semifinal-Hinspiel der Champions League auf den FC Barcelona, der dem Weltfußball in den vergangenen Saisonen seinen Stempel aufgedrückt hat. “Das ist eine mörderisch gute Mannschaft mit überragenden Leistungen in den letzten Jahren”, erklärte Alaba.
Nicht zuletzt deshalb bezeichnete der Wiener die Katalanen als “leichten Favoriten. Aber auch wir haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und stehen zurecht dort, wo wir jetzt sind”, sagte Alaba.
Mit Volldampf zum Meistertitel
Die Bayern fuhren den frühesten Meistertitel der Bundesliga-Geschichte ein, marschierten mit Volldampf ins DFB-Cupfinale und ließen Juventus im Champions-League-Viertelfinale keine Chance. Kein Wunder also, dass der Truppe von Jupp Heynckes gute Chancen eingeräumt werden, die Hegemonie von Barca zu brechen.
Zumal sich der überlegene spanische Tabellenführer in den vergangenen Wochen nicht in Überform präsentierte: In der Königsklasse wurde gegen den AC Milan und Paris St. Germain nur mit Mühe der Aufstieg geschafft, und zu allem Überdruss herrscht weiterhin Unklarheit über den Gesundheitszustand von Lionel Messi.
Messi nicht ganz fit
Barcas Top-Star stand beim 1:0 am Samstag gegen Levante nicht einmal im Kader. In München kann der vierfache Weltfußballer zwar eingesetzt werden, allerdings ist nicht sicher , ob er nach seiner Muskelverletzung schon wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. “Er ist ein ganz besonderer Spieler. Es würde Barcelona sicher schaden, wenn er nicht fit ist”, sagte Alaba.
Allzu viel wollen sich Alaba und Co. mit der Fitness des Argentiniers aber nicht befassen. “Wir beschäftigen uns nicht damit, ob er gesund ist oder nicht, sondern schauen nur auf uns”, betonte der ÖFB-Internationale.
Mit Messi wird es der Wiener zumeist nur dann zu tun bekommen, wenn “La Pulga” auf die rechte Seite ausweicht. Die direkten Gegenspieler werden wohl David Villa und Dani Alves heißen. “Das sind schnelle, technisch herausragende Spieler. Doch ich werde alles dafür tun, dass ich hinten nichts zulasse, und will auch nach vorne Impulse setzen.”
Auf Barcas Wunschliste
Glaubt man den vor einem Jahr kolportierten Gerüchten, dann wäre der Österreicher beinahe zum Clubkollegen von Alves und Villa geworden. Damals suchten die Katalanen nach der Erkrankung von Eric Abidal einen Linksverteidiger, Alaba soll auf der Wunschliste ganz oben gestanden sein – bis ihn die Bayern-Chefetage für unverkäuflich erklärte und Barcelona Jordi Alba engagierte. “Ich habe davon auch nur gehört, wirklich durchgedrungen ist es zu mir nicht. Außerdem fühle ich mich bei Bayern sehr wohl.”
Das Interesse der “Blaugrana” an Alaba wurde angeblich durch dessen starke Leistungen beim Semifinal-Aufstieg gegen Real Madrid geweckt. Im Rückspiel im Estadio Bernabeu handelte sich der Jungstar jedoch eine unglückliche Gelbe Karte ein, durch die er im Finale passieren musste.
Dieses Schicksal kann Alaba diesmal nicht ereilen – der Linksverteidiger geht ohne Verwarnung ins Semifinale. “Bei dem Spiel im Madrid war der Gedanke an eine Gelbe Karte schon ein bisschen im Hinterkopf. Deswegen ist es jetzt befreiend, dass mir so etwas wie letztes Jahr nicht noch einmal passieren kann”, meinte der 24-fache ÖFB-Internationale (3 Tore).