Nördlingen/Augsburg Wer beim Autofahren gerne mal zu stark aufs Gas drückt, sollte in der Woche vom 4. bis zum 11. Juni besonders vorsichtig sein. Denn das Bayerische Innenministerium hat für diesen Zeitraum einen Blitzmarathon angekündigt. Bis zu 50 zusätzliche Messstellen werden in ganz Nordschwaben aufgestellt. Auch in Nördlingen und Umgebung soll verstärkt gemessen werden.
„Besonders massiv wird am 4. und 5. Juni kontrolliert“, erklärt Ludwig Zausinger von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Denn an diesen Tagen finde ein 24-stündiger Blitzmarathon statt. Von 6 bis 6 Uhr werde dann auf Landes-, Bundes- und Stadtstraßen per Laser, Radar-schranken oder Videofahrzeugen die Geschwindigkeit kontrolliert. Auch in der anschließenden Aktionswoche bis zum 11. Juni sollen verstärkt Überwachungen durchgeführt werden.
In Nördlingen wird in Stadt und Umland verstärkt geblitzt
In Nördlingen wird laut dem stellvertretenden Leiter der Polizeiinspektion, Reimund Pauli, sowohl im Stadtgebiet als auch im Umland vermehrt geblitzt. Wo genau sich die einzelnen Messstellen befinden, und wie viele es sein werden, wird vorab im Internet angekündigt: Am 3. Juni findet man unter www.sichermobil.bayern.de eine Übersichtsliste mit den über 500 Messstellen in Bayern. Ob die Liste allerdings tatsächlich den exakten Standort eines Blitzers anzeigt, ist noch unklar: „Es kann auch sein, dass wir während der Woche unsere Blitzstellen wechseln“, erklärt Zausinger. Ob dies dann auch im Internet aktualisiert werde, könne er momentan noch nicht sagen.
Mit der Kontrollwoche an sich wolle man vor allem das Bewusstsein der Autofahrer stärken, sich wieder vorsichtiger im Straßenverkehr zu bewegen. „Wenn die Leute wissen, dass geblitzt wird, fahren sie von Haus aus langsamer“, bestätigt Zausinger. Ziel der Blitz-Aktion sei es vor allem, die Sicherheit auf den Landstraßen zu verbessern. Denn gerade hier werde oftmals mit zu hoher Geschwindigkeit gefahren. Ob die Aktion auch nachhaltigen Erfolg zeige, ließe sich allerdings noch nicht abschätzen.
Zahl der Unfalltoten soll um 30 Prozent reduziert werden
Insgesamt 9971 Verkehrsunfälle wurden im Jahr 2012 im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord registriert, im Nördlingen und Umgebung waren es 1375. Mit der Kontrollwoche, die Teil des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms ist, sollen diese Zahlen reduziert werden. Bis 2020 hat sich das Bayerische Innenministerium zum Ziel gesetzt, 30 Prozent weniger Unfalltote zu verzeichnen. Zudem sollen Verkehrsunfälle und die Zahl der Unfallverletzten gesenkt werden. Laut Innenminister Herrmann erlange die Verkehrsüberwachung dabei eine besondere Bedeutung: Durch einen anhaltenden Kontroll- und Verfolgungsdruck soll riskanten Verhaltensweisen gezielt begegnet werden.
Informationen, Fakten, Konzeption und Partner sind im Internet unter www.sichermobil.bayern.de abrufbar.